28 March 2026, 18:26

SPD wehrt sich gegen Söders Pläne für Kürzungen bei Jugendhilfe und Behindertenunterstützung

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Joachim Gauck schütteln sich warm die Hand vor einer Wand mit einem "EU-Gipfel"-Schild und einer Tür im Hintergrund.

SPD wehrt sich gegen Söders Pläne für Kürzungen bei Jugendhilfe und Behindertenunterstützung

Dagmar Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, hat Forderungen nach Kürzungen in der Jugendhilfe und der Behindertenunterstützung entschieden zurückgewiesen. Die Vorschläge stammten von Markus Söder, dem Vorsitzenden der CSU, der solche Leistungen als "überzogene Sozialleistungen" bezeichnete. Schmidt kritisierte den Plan scharf und argumentierte, dass er die schwächsten Gruppen der Gesellschaft treffen würde.

Schmidt betonte die Schwierigkeiten, mit der Union zu regieren, und verwies auf eine Abkehr vom gemäßigteren Kurs unter Angela Merkel. Die aktuelle politische Stimmung sei ihrer Ansicht nach von emotionaler Spaltung, Sündenbockdenken und Feindseligkeit gegenüber politischen Gegnern geprägt. Diese Faktoren erschwerten es der SPD, ihre politischen Vorhaben wirksam zu vermitteln.

Die SPD hat in jüngster Zeit mit Wahlniederlagen zu kämpfen, was die Herausforderungen zusätzlich verschärft. Schmidt räumte ein, dass die Partei schwierige Zeiten durchlebe, unter anderem wegen eines Medienumfelds, das die Vermittlung ihrer Botschaften erschwere. Dennoch bekräftigte sie die Haltung der SPD: Kürzungen bei der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe seien inakzeptabel.

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Söders Äußerungen zu Kürzungen in diesen Bereichen hatten bereits früher Kritik hervorgerufen. Zwar wurden seit 2023 keine konkreten Gesetzesänderungen eingeleitet, doch seine Vorschläge – etwa, Einsparungen in der Jugendhilfe für Steuersenkungen zu nutzen – stoßen bei Interessensverbänden wie dem Bayerischen Elternverband auf Widerstand. Schmidt fragte, warum die Union ausgerechnet diejenigen belasten wolle, die bereits die größten Härten zu tragen hätten, darunter Kinder aus benachteiligten Familien und Menschen mit Behinderungen.

Die SPD bleibt in ihrer Ablehnung der geplanten Kürzungen unnachgiebig. Schmidts Aussagen unterstreichen das Bekenntnis der Partei zum Schutz sozialer Unterstützungssysteme. Bisher hat die CSU keine offiziellen Schritte eingeleitet, um die Jugendhilfe oder die Behindertenhilfe zu kürzen.

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