17 June 2026, 16:56

Süßwasseralgen als revolutionäre Alternative zu Baumwolle und Mikroplastik-Fasern

Algacore-Projekt des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnologie an der Hochschule Niederrhein - Bekleidung aus Algen in der Zukunft?

Süßwasseralgen als revolutionäre Alternative zu Baumwolle und Mikroplastik-Fasern

Die Textilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Während die Nachfrage nach Naturfasern steigt, wachsen gleichzeitig die Bedenken gegenüber synthetischen Materialien. Ein neues Projekt geht die Umweltprobleme herkömmlicher Textilien nun mit einem ungewöhnlichen Rohstoff an – Süßwasseralgen.

Der Anbau von Baumwolle verbraucht derzeit große Mengen Wasser, Fläche und Pestizide. Synthetische Fasern hingegen basieren auf endlichen Ressourcen und setzen oft Mikroplastik frei. Angesichts dieser Herausforderungen suchen Forscher nach umweltfreundlicheren Alternativen.

Das Algacore-Projekt unter der Leitung von Leon Blanckart entwickelt eine neuartige Faser aus bestimmten Grünalgen. Ziel ist es, einen nachhaltigen Ersatz für Baumwolle und synthetische Fasern zu schaffen – ökologisch verträglich und gleichzeitig industriell umsetzbar. Das Vorhaben wird mit rund 968.000 Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm gefördert, das vielversprechende, technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen unterstützt.

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In den kommenden 18 Monaten wird das Team seine Forschung ausbauen und die Gründung eines Start-ups vorbereiten. Die Vision: zu beweisen, dass erneuerbare Rohstoffe innovative, nachhaltige Materialien für die Textilbranche hervorbringen können. Das Projekt will eine echte Alternative zu bestehenden Fasern bieten und die Umweltbelastung der Textilproduktion verringern.

Mit finanzieller Unterstützung und einem klaren Entwicklungsplan rückt Algacore seinem Ziel näher, die Herstellung von Stoffen grundlegend zu verändern. Die Ergebnisse könnten der Branche eine nachhaltigere Grundlage für die Zukunft liefern.

Quelle