Thüringer Verkehrsverbund fordert drastische Senkung der Spritpreise durch Steuersenkung
Claudius KeudelVerband fordert befristete Kraftstoffsteuer-Senkungen - Thüringer Verkehrsverbund fordert drastische Senkung der Spritpreise durch Steuersenkung
Der Thüringer Verkehrsverbund fordert dringende Maßnahmen zur Senkung der Spritpreise. Die Vereinigung verlangt von der Regierung eine vorübergehende Steuersenkung auf Diesel und Benzin. Hochpreisige Kraftstoffe belasteten sowohl Autofahrer als auch Unternehmen, argumentiert der Verband.
Die Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Spritkosten in den letzten Wochen stark angestiegen sind. Am 2. März 2026 erreichte Super E10 einen Preis von 1,839 Euro pro Liter, während Diesel bei 1,816 Euro pro Liter lag. Der Preisschub folgt auf die zunehmenden Spannungen im Iran-Konflikt, die die globalen Ölpreise in die Höhe getrieben haben.
Im Februar 2026 zahlten deutsche Autofahrer im Schnitt 1,81 Euro pro Liter für Superbenzin (95 Oktan, E5) und 1,71 Euro pro Liter für Diesel. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber 2025 dar, als Superbenzin noch 1,82 Euro pro Liter kostete und Diesel mit 1,39 Euro pro Liter deutlich günstiger war. Der Verband wirft der Regierung vor, durch höhere Spritsteuern, Mehrwertsteuer und Umsatzerlöse von der Krise zu profitieren.
Die Vereinigung wirft dem Staat vor, als Krisengewinner zu agieren, und betont, dass die Bürger die finanzielle Last nicht allein tragen sollten. Zu ihren Vorschlägen gehört unter anderem ein Stopp der geplanten CO₂-Preis-Erhöhung. Zudem fordert sie eine Senkung der Kraftstoffsteuern auf das EU-rechtlich zulässige Mindestmaß.
Um die Belastung für Grundgüter zu verringern, setzt sich der Verband für ein Modell zur Vergünstigung von gewerblichem Diesel ein. Dies soll helfen, weitere Preiserhöhungen bei Lebensmitteln und Alltagsprodukten zu verhindern. Die Maßnahme zielt darauf ab, sowohl Transportunternehmen als auch Verbraucher vor explodierenden Kosten zu schützen.
Die Forderungen des Verbands spiegeln die wachsende Unzufriedenheit über die hohen Spritkosten wider. Sollten die vorgeschlagenen Steuersenkungen und der Stopp der CO₂-Preis-Erhöhung umgesetzt werden, könnten sich die Kosten für Autofahrer und Unternehmen verringern. Die Regierung hat sich bisher noch nicht zu den Forderungen geäußert.