USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Bundeswehr plant massive Aufstockung
Maria-Theresia ThanelUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Bundeswehr plant massive Aufstockung
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. Damit verringert sich die Gesamtzahl der amerikanischen Militärangehörigen im Land von derzeit 38.000. Die Entscheidung folgt einer Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa durch das Pentagon.
Unterdessen bereitet sich Deutschland darauf vor, als Reaktion auf veränderte Sicherheitslagen seine eigenen Streitkräfte auszubauen.
Die Truppenreduzierung wurde bestätigt, nachdem Pentagon-Chef Pete Heesek eine Überprüfung der US-Militäreinsätze in Europa angeordnet hatte. Offizielle Stellen erklärten, die Anpassung entspreche den sich wandelnden Anforderungen der Streitkräfte. Vertreter der NATO arbeiten nun mit den USA zusammen, um die Details des Abzugs zu finalisieren.
Deutschland beherbergt derzeit wichtige US-Militärhauptquartiere, darunter das US-European Command und das US-Africa Command. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete die Entscheidung als erwartet, während Kritiker befürchten, der Abzug erhöhe die Sicherheitsrisiken.
In einer separaten Entwicklung kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz die USA wegen ihres Umgangs mit den Spannungen im Konflikt mit dem Iran. Er warf Washington vor, es fehle an einer klaren „Ausstiegsstrategie“. US-Präsident Donald Trump konterte mit dem Hinweis, Merz solle sich stattdessen auf die Lösung des Russland-Ukraine-Kriegs konzentrieren.
Vor diesem Hintergrund treibt Deutschland die Pläne zum Ausbau der Bundeswehr voran. Das Verteidigungsministerium strebt an, die Truppenzahl von 185.000 auf 260.000 zu erhöhen. Einige Abgeordnete und Experten fordern sogar eine noch größere Aufstockung und verweisen auf das, was sie als wachsende „Bedrohung durch Russland“ beschreiben.
Der Abzug der US-Truppen soll innerhalb von 6 bis 12 Monaten abgeschlossen sein. Die militärische Aufrüstung Deutschlands spiegelt derweil breitere strategische Verschiebungen in der europäischen Sicherheitspolitik wider. Beide Schritte werden voraussichtlich die operative Planung der NATO in den kommenden Jahren prägen.






