27 June 2026, 08:19

Warnstreik im Handel: ver.di fordert 250 Euro mehr Lohn nach gescheiterten Tarifverhandlungen

Streik bei Rewe, Ikea & Co.: Was das für Kunden in Wiesbaden bedeutet

Warnstreik im Handel: ver.di fordert 250 Euro mehr Lohn nach gescheiterten Tarifverhandlungen

Warnstreik im Einzel- und Großhandel nach gescheiterten Tarifverhandlungen

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Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem Streik in den Bereichen Einzel- und Großhandel aufgerufen, nachdem die Lohnverhandlungen in einer Sackgasse endeten. Die Aktion folgt auf gescheiterte Gespräche mit den Arbeitgebern. Beschäftigte großer Ketten wie Rewe, Penny, IKEA und H&M sollen sich beteiligen.

Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Lohnerhöhungen, die ver.di als unzureichend angesichts der steigenden Inflation kritisiert. Die Arbeitgeber haben ihr Angebot trotz weiterer Verhandlungen nicht verbessert. Nach dem aktuellen Vorschlag sollen Einzelhandelsmitarbeiter nach sechs Monaten eine Gehaltserhöhung von 2 Prozent erhalten, während Großhandelsangestellte nach monatelanger Stagnation 1,8 Prozent mehr bekommen würden.

Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für alle Beschäftigten. Zudem soll die Ausbildungsvergütung pro Ausbildungsjahr um 150 Euro steigen. Darüber hinaus pocht ver.di auf eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag. Marcel Schäuble, der ver.di-Verhandlungsführer in Hessen, warf den Arbeitgebern vor, die finanzielle Not der Beschäftigten durch anhaltende Unsicherheit zu verlängern.

Proteste sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant. Der Streikaufruf betrifft Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics. Die Arbeitsniederlegung wird sich auf zahlreiche große Händler in der Region auswirken. Die Arbeitgeber haben auf die Forderungen der Gewerkschaft bisher nicht reagiert. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Spannungen um faire Löhne in Einzelhandel und Großhandel.

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