"Wilde Hilde" Gerg wechselt von der Skipiste in die Kommunalpolitik
Frida StiebitzRente: Ski-Legende Hilde Gerg geht in die Politik - "Wilde Hilde" Gerg wechselt von der Skipiste in die Kommunalpolitik
Hilde Gerg, ehemalige Olympische Siegerin und Weltmeisterin im alpinen Skisport, hat bei der Kommunalwahl in Schönau am Königsee einen Sitz im Gemeinderat errungen. Die einst als "Wilde Hilde" bekannte Rennläuferin setzte sich bei der Wahl am 8. März durch. Damit beginnt für die Athletin, die in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren den Wintersport dominierte, ein neues Kapitel.
Gerg stieg als erste Nachrückerin in die Politik ein. Sie übernahm das Mandat, nachdem Franz Graßl, der in der Liste vor ihr platziert war, auf seinen Sitz verzichtet hatte. Offiziell führt sie nun den Namen Hilde Graßl-Hirschbiel und wird in ihrer bayerischen Heimatgemeinde mitwirken.
Während ihrer aktiven Zeit gehörte Gerg zu den vielseitigsten Athletinnen im Ski-Weltcup. Zwischen den späten 1990er-Jahren und ihrem Rücktritt 2005 stand sie 59 Mal auf dem Podest, davon 20 Mal auf dem höchsten Treppchen. Zu ihren größten Erfolgen zählen Olympisches Gold im Slalom 1998, eine WM-Goldmedaille sowie drei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften.
Auch heute ist Gerg in Bayern und darüber hinaus eine bekannte Persönlichkeit. Ihr kämpferischer Fahrstil brachte ihr den Spitznamen "Wilde Hilde" ein, und ihr Erfolg prägte den Damen-Skisport ihrer Ära maßgeblich.
Mit dem Wahlergebnis übernimmt Gerg nach Jahren als Sportikone nun eine neue öffentliche Rolle. Künftig wird sie sich in die Kommunalpolitik von Schönau am Königsee einbringen. Ihr Wechsel von der Spitzensportlerin zur Gemeinderätin folgt auf eine Karriere, die im Wintersport bleibende Spuren hinterlassen hat.






