Windenergieausbau in Dermbach: Bürger protestieren gegen geplante Windvorranggebiete
Frida StiebitzWindenergieausbau in Dermbach: Bürger protestieren gegen geplante Windvorranggebiete
In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über den geplanten Windenergieausbau zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer, darunter Gemeinderäte und Vertreter einer Bürgerinitiative, trafen sich im Schloss-Saalkreis, um Bedenken bezüglich des ausgewiesenen Windvorranggebiets W 14 und des materiellen Teilplans Windenergie zu erörtern.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der zweite Entwurf des Teilplans, der 40 neue Windvorranggebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 7.483 Hektar vorsieht. Landrat Dr. Michael Brodführer versicherte den Anwesenden, dass im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön keine Windkraftanlagen errichtet werden sollen.
Die meisten Wortmeldungen während der Fragerunde fielen kritisch aus. Anwohner äußerten Sorgen über mögliche gesundheitliche Auswirkungen, Landschaftsbeeinträchtigungen und die Notwendigkeit von Bedarfsanalysen vor der Ausweisung von Standorten. Die Bürgerinitiative „Keine Windräder im Wald“ bot Unterstützung an, um Bürgern bei der Formulierung und Einreichung von Stellungnahmen und Einwänden zu helfen.
Bürgermeister Thomas Hugk betonte, wie wichtig es sei, im Rahmen der Windenergie-Debatte sowohl Chancen als auch Risiken abzuwägen. Der vorliegende Plan übertrifft bereits das Flächenziel des Freistaats Thüringen für das Jahr 2027.
Die öffentliche Versammlung bot den Bürgern eine Plattform, um ihre Bedenken vorzutragen und Aufklärung zu erhalten. Da der Entwurf die Landesziele übersteigt, werden die Diskussionen voraussichtlich anhalten, während die Anwohner ihr Feedback einreichen. Die Gemeinde wird nun die eingegangenen Einwände und Stellungnahmen prüfen, bevor das Verfahren fortgesetzt wird.






