Zalando-Streit eskaliert: 2.700 Jobs in Erfurt auf der Kippe
Zalando-Mitarbeiter in Erfurt protestieren gegen geplante Werksschließung
Die Belegschaft von Zalando in Erfurt wehrt sich gegen die angekündigte Schließung ihres Standorts. Von der Entscheidung sind rund 2.700 Beschäftigte betroffen, was scharfe Kritik des Betriebsrats ausgelöst hat.
Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem Abbau von Überkapazitäten und der Steigerung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig gibt Zalando rund 60 Millionen Euro für Fußballsponsoring aus – ein Vorhaben, das der Betriebsrat als skandalös verurteilt. Dieser wirft dem Konzern vor, Marketingvorhaben über den Erhalt von Arbeitsplätzen zu stellen.
Die Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung waren zunächst gescheitert. Erst Ende Mai kamen nach wochenlanger Blockade wieder Gespräche zustande. Der Betriebsrat setzt sich nun für Abfindungsregelungen für die betroffenen Mitarbeiter ein.
Die Zukunft des Standorts Erfurt bleibt ungewiss. Der Betriebsrat verhandelt weiterhin über bessere Konditionen für die 2.700 Beschäftigten, denen die Kündigung droht. Das Ergebnis dieser Gespräche wird über die nächsten Schritte für die von Entlassungen bedrohten Arbeitnehmer entscheiden.






