24 May 2026, 06:31

"Zwei Hasen auf einmal": Eine turbulente Farce im Odessa der 1920er-Jahre begeistert in Nischni Nowgorod

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"Zwei Hasen auf einmal": Eine turbulente Farce im Odessa der 1920er-Jahre begeistert in Nischni Nowgorod

Das Theater Komedija in Nischni Nowgorod beendet seine Spielzeit mit einer schwungvollen Neuinterpretation eines Klassikers. Ihre Inszenierung von „Zwei Hasen auf einmal“ verwandelt die bekannte Geschichte in eine musikalische Farce, die nicht in Kiew, sondern im Odessa der 1920er-Jahre spielt. Regisseurin Anna Feketa hat die Handlung zu einer scharfzüngigen, exzentrischen Komödie umgeschrieben, gespickt mit Gesang und Tanz.

Im Mittelpunkt steht Pronja, ein naives junges Mädchen, verkörpert von Polina Loboda, das sich durch ein Wirrwarr falscher Liebesbeziehungen stolpert. Ihr Weg von der träumenden Idealistin zu einer Frau, die das Glück im Hier und Jetzt findet, bildet das Herzstück der Geschichte. Um sie herum herrscht Chaos – allen voran durch Swirid Petrowitsch Golochwastow, einen durchtriebenen Barbier, den Maksim Michaljow spielt und der am Ende in einer lieblosen Ehe mit Gala, dargestellt von Maria Obolenskaja, gefangen ist.

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Die Produktion glänzt mit opulenten Musik- und Tanzeinlagen, in denen die Lieder die Handlung vorantreiben, statt nur Dekoration zu sein. Selbst die überladene Hochzeitsszene – eine Parodie auf prunkvolle Festlichkeiten – steigert die Komik, wenn Pronjas Eltern und der gesamte Haushalt Silberman in überzeichneter, grotesker Form auftreten. Mittendrin bleibt Chimka, das Dienstmädchen in der Rolle von Olga Konowalowa, als einzige Stimme der Vernunft.

Feketas Version verlegt die ursprüngliche Handlung ins turbulente Odessa der 1920er-Jahre und setzt voll auf die Absurdität des Genres. Überzeichnete Charaktere, schlagfertiger Witz und ein temporeiches Drehbuch halten die Energie auf Hochtouren. Das Publikum verlässt das Theater mit einem universell glücklichen Ende und genießt die verspielt-frechen Abweichungen von der klassischen Vorlage.

„Zwei Hasen auf einmal“ beschließt am 2. Juli die Spielzeit des Theaters Komedija. Mit einer Mischung aus Musik, Tanz und beißendem Humor bietet die Inszenierung einen frischen Blick auf eine alte Geschichte. Diese lebendige Neuerzählung hinterlässt beim Publikum ein beschwingtes, heiteres Theatererlebnis.

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