15 May 2026, 12:42

AfD in Ostdeutschland: Starke Umfragen, aber kaum Wahlerfolge auf lokaler Ebene

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 mit Kandidatennamen und Wahltermindetails zeigt.

AfD in Ostdeutschland: Starke Umfragen, aber kaum Wahlerfolge auf lokaler Ebene

Rechte AfD in Ostdeutschland: Umfragehochs, aber kaum Wahlerfolge

Trotz starker Umfragewerte erlebt die rechtspopulistische AfD in Ostdeutschland aktuell Rückschläge. Zwar führt die Partei in regionalen Erhebungen, doch bei 28 Bürgermeister- und Landkreiswahlen in diesem Jahr errang sie nur zwei Siege. Die neueste Folge des Bundestalk-Podcasts analysiert nun, wie sich die etablierten Parteien auf ihren Aufstieg einstellen.

Besonders deutlich wurden die Schwächen der AfD im brandenburgischen Uckermark: Dort setzte sich Amtsinhaberin Karina Dörk (CDU) klar gegen ihren AfD-Herausforderer Felix Teichner durch. Dörk ignorierte Forderungen nach einer politischen „Brandmauer“ gegen Rechts und setzte stattdessen auf ihre Bilanz und Kompetenz. Teichner, Landtagsabgeordneter der AfD, hatte sich als bürgerlich und zugänglich inszeniert – sogar mit Klavierstücken des linksextremen Liedermachers Hannes Wader.

Bundesweit liegt die AfD in Umfragen derzeit zwei bis drei Punkte vor der Union. Doch auf kommunaler Ebene gewann sie nur in Altenberg (Sachsen) mit André Barth und in Zehdenick (Brandenburg) mit René Stadtkewitz. Gleichzeitig wenden sich die meisten Wähler, die CDU und CSU seit der letzten Bundestagswahl verlassen haben, eher linken Parteien zu oder bleiben der Wahl fern – nicht aber der AfD.

In der aktuellen Bundestalk-Folge gehen die Moderatoren Gareth Joswig, Anne Fromm und Stefan Reinecke der Frage nach, wie der Aufstieg der AfD zu bremsen ist. Sie analysieren die Anziehungskraft der Partei und mögliche Gegenstrategien der Konkurrenten. Der Podcast erscheint wöchentlich auf Spotify, Deezer, iTunes und der offiziellen Website.

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Trotz ihrer Stärke in Ostdeutschland – mit 41 Prozent in Sachsen-Anhalt und 36 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern – zeigt die AfD in lokalen Wahlen nur begrenzt Erfolg. Das deutet auf Schwierigkeiten hin, Umfragewerte in tatsächliche Macht umzumünzen. Der CDU-Sieg in Uckermark unterstreicht dagegen, dass sachpolitische Argumente und Regierungsbilanzen Wähler oft stärker überzeugen als ideologische Grabenkämpfe.

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