30 March 2026, 16:28

Anna Netrebko triumphiert an der Staatsoper – doch Proteste überschatten die Premiere

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Anna Netrebko triumphiert an der Staatsoper – doch Proteste überschatten die Premiere

An der Berliner Staatsoper Unter den Linden feierte diese Woche eine Neuinszenierung von Un ballo in maschera Premiere. Die Produktion präsentierte die Sopranistin Anna Netrebko in der Hauptrolle der Amelia. Vor dem Opernhaus kam es jedoch zu einer kleinen Protestkundgebung, bei der Demonstranten gegen ihren Auftritt Stimmung machten.

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Die fast dreistündige Vorstellung erntete begeisterten Applaus für Netrebko und das Ensemble. Das Publikum reagierte mit großer Wärme auf ihre Darstellung – ein weiterer Erfolg der Sängerin in Berlin.

Draußen versammelten sich etwa 50 Protestierende mit ukrainischen Fahnen. Rufe wie "Keine Bühne für Putin-Unterstützer" und "Russland ist ein Terrorstaat" hallten durch die Luft. Im Mittelpunkt des Protests standen Netrebkos angebliche Verbindungen zu Russlands Präsident Wladimir Putin, eine Kontroverse, die nach dem Überfall auf die Ukraine 2022 aufgeflammt war.

Netrebko, die sowohl die russische als auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, bleibt in Berlin aktiv. Noch in diesem Jahr trat sie beim Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt auf. Auch ihr letzter Auftritt an der Staatsoper 2022 hatte für Aufmerksamkeit gesorgt, wobei aktuell keine neuen Umfragen zur öffentlichen Meinung in Deutschland vorliegen.

2021 feierte die Sopranistin ihren 50. Geburtstag im Moskauer Kreml. Seither ziehen ihre Auftritte sowohl Begeisterung als auch Kritik auf sich.

Die Premiere verlief trotz der Proteste außerhalb des Hauses ohne Störungen. Netrebkos Rückkehr an die Staatsoper unterstreicht ihre anhaltende Bedeutung in der klassischen Musikszene. Gleichzeitig zeigt die Demonstration, wie sehr die politischen Vorwürfe gegen sie weiterhin für Spannungen sorgen.

Quelle