Hettich-Mitarbeiter verzichten auf 1.000 Euro – Gewerkschaft protestiert scharf
Claudius KeudelHettich-Mitarbeiter verzichten auf 1.000 Euro – Gewerkschaft protestiert scharf
Tausende Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine geplante Gehaltserhöhung zu verschieben. Die Entscheidung fällt nach Angaben des Unternehmens aufgrund finanzieller Schwierigkeiten – die Erhöhung soll um ein Jahr aufgeschoben werden. Die Gewerkschaft IG Metall kritisiert den Schritt scharf und wirft Hettich vor, seine Belegschaft unter Druck zu setzen.
Ursprünglich hatte das Unternehmen geplant, die Löhne ab dem 1. April um 3,1 Prozent zu erhöhen. Stattdessen bat Hettich die Mitarbeiter, die Anpassung auf 2025 zu verschieben. Über 90 Prozent der Belegschaft stimmte dem Vorschlag zu – für jeden einzelnen bedeutet das einen Verzicht von mehr als 1.000 Euro im kommenden Jahr.
Das in Deutschland rund 2.000 und weltweit 19.000 Menschen beschäftigende Unternehmen begründet die Verschiebung mit Einsparungen in Millionenhöhe. Hettich weist Vorwürfe zurück und betont, stets transparent gehandelt zu haben.
Die IG Metall hingegen verurteilt die Entscheidung. Die Gewerkschaft argumentiert, die Beschäftigten würden unzumutbar unter Druck gesetzt, trotz der finanziellen Einbußen zustimmen zu müssen. Die Gehaltserhöhung bleibt damit bis zum nächsten Jahr ausgesetzt. Den Mitarbeitern entgehen in dieser Zeit über 1.000 Euro. Hettich hält die Maßnahme jedoch für notwendig, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern.






