Atomfonds-Chefin fordert Pflicht-Aktienrente für alle Arbeitnehmer
Anja Mikus, die seit 2017 den staatlichen deutschen Atomfonds Kenfo leitet, drängt auf umfassende Rentendreformen. Sie setzt sich für ein verpflichtendes aktienbasiertes Rentensystem ein, das alle versicherten Arbeitnehmer abdeckt – selbst solche mit geringen Beiträgen. Ihr Vorschlag ist Teil eines größeren Appells, die Investitionen in Aktien zu erhöhen, um die langfristige finanzielle Sicherheit zu stärken.
Der von der Regierung getragene Fonds Kenfo, der für die Finanzierung der Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken zuständig ist, verwaltet derzeit rund 26,5 Milliarden Euro. Mikus argumentiert, dass eine stärkere Ausrichtung auf die Kapitalmärkte nicht nur Investoren, sondern der gesamten Bevölkerung zugutekäme.
Als erfolgreiches Vorbild führt sie den schwedischen Staatsfonds AP7 an, der zeigt, wie ein kapitalgedecktes Rentensystem funktionieren kann. Laut Mikus wächst die öffentliche Unterstützung für solche Modelle, sobald die positiven Ergebnisse sichtbar werden. Ihr Plan sieht vor, aktienbasierte Altersvorsorge für alle verpflichtend zu machen – unabhängig vom Einkommen, um eine breitere Teilhabe zu gewährleisten.
Mikus’ Reformvorschlag zielt darauf ab, das deutsche Rentensystem durch eine stärkere Einbindung von Aktienanlagen grundlegend umzugestalten. Würde die Reform umgesetzt, müssten alle Versicherten Beiträge leisten – selbst in kleinen Beträgen. Das Ziel ist ein nachhaltigeres und inklusiveres System für die Altersvorsorge.






