31 May 2026, 02:18

Bär verschiebt BAföG-Reform – doch KI-Chatbot soll Studierenden helfen

Forschungsministerin Bär: BAföG-Reform am Scheideweg - Studieren und Arbeiten 'kein Problem'

Bär verschiebt BAföG-Reform – doch KI-Chatbot soll Studierenden helfen

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat Änderungen in der Hochschulpolitik Deutschlands angekündigt. Während eine geplante Reform des BAföG-Studienförderungsprogramms auf sich warten lässt, treibt sie die Überarbeitung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes voran. Gleichzeitig soll ein neuer KI-Chatbot Studierenden bald bei der Beantragung finanzieller Unterstützung helfen.

Ursprünglich hatte die Bundesregierung vor, das BAföG bis zum Wintersemester 2026/27 zu reformieren. Bär räumte jedoch ein, dass Haushaltskürzungen diese Pläne verzögern könnten. Die Ministerin betonte, dass die Verzögerung zwar bedauerlich sei, andere Prioritäten jedoch derzeit Vorrang hätten.

Um Studierende in der Zwischenzeit zu unterstützen, wird noch in diesem Jahr ein KI-gestützter Chatbot auf dem Portal bafoeg-digital eingeführt. Das Tool soll Fragen zur Förderberechtigung beantworten und Nutzerinnen und Nutzer mit einem bestehenden BAföG-Rechner verknüpfen, der anonym und unverbindlich die voraussichtliche Förderung berechnet.

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Auf die Frage nach der Studienfinanzierung erklärte Bär, dass es nicht unzumutbar sei, neben dem Studium einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen. Sie bezeichnete das deutsche Hochschulsystem als „hochprivilegiert“, da es keine Studiengebühren gebe und die Universitäten staatlich finanziert würden.

Gleichzeitig bestätigte die Ministerin zügige Reformen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit in der Abstimmung mit den Bundesländern und weiteren Beteiligten. Ziel der Änderungen ist es, die Jobperspektiven für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit befristeten Verträgen zu verbessern.

Die für 2026 geplante BAföG-Reform scheint damit vorerst vom Tisch zu sein. Stattdessen erhalten Studierende bald Zugang zu einem KI-Assistenten für Fragen zur Studienförderung. Parallel dazu schreiten die Anpassungen im Bereich der akademischen Arbeitsverträge voran – unter Einbeziehung von Ländern und Fachvertretern.

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