Berliner Tafel: Wie drei Freiwillige zu Ostern Hunderte retten
Ein kleines Freiwilligen-Team macht in Berlin zu Ostern einen großen Unterschied. Anne, Uschi und Marianne stehen seit Tagen am Eingang eines Edeka-Marktes in Neukölln und sammeln Lebensmittel für die Berliner Tafel. Ihre Aktion ist Teil einer größeren Kampagne, die bis zum 4. April 2026 in 15 Filialen läuft.
Die Berliner Tafel unterstützt Bedürftige seit Jahrzehnten. Jeden Monat verteilt sie 660 Tonnen Lebensmittel über 48 "Brot & Seele"-Ausgabestellen in der Stadt. Zudem beliefert die Organisation 400 soziale Einrichtungen mit Spenden – koordiniert über ein Logistikzentrum und eine Flotte von 25 Lieferfahrzeugen, die den reibungslosen Ablauf sichern.
Die diesjährige Osteraktion "Noch einer!" ruft Kund:innen dazu auf, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt mitzunehmen und es den Freiwilligen an der Kasse zu überlassen. Bisher füllten die Spenden bereits sechs überquellende Einkaufswagen. Ähnliche Sammlungen finden auch zu Erntedank und Weihnachten statt, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
Seit der Pandemie hat sich die Zahl der Menschen, die in Deutschland auf Tafeln angewiesen sind, fast verdoppelt. Bundesweit gibt es mittlerweile über 970 Tafel-Initiativen mit mehr als 2.000 Ausgabestellen, die jährlich zwischen 1,6 und 2 Millionen Menschen versorgen. Allein in Berlin wächst der Bedarf weiter – Kampagnen wie diese sind daher wichtiger denn je.
Die 33-jährige Anne, Angestellte beim KaDeWe, engagiert sich seit eineinhalb Jahren ehrenamtlich für die Tafel. Mit ihrem Team steht sie in der Edeka-Filiale an der Karl-Marx-Straße 101, einem Stadtteil, in dem viele Anwohner:innen finanzielle Not erleben. Ihre Arbeit stellt sicher, dass die gespendeten Lebensmittel diejenigen erreichen, die sie am dringendsten brauchen.
Die Osterkampagne läuft noch bis zum 4. April; alle Spenden fließen direkt in das Berliner Tafel-Netzwerk. Die gesammelten Lebensmittel helfen, die Lager zu füllen und die monatliche Verteilung von Hunderten Tonnen Nahrungsmitteln zu unterstützen. Für Freiwillige wie Anne zählt jede zusätzliche Spende – und macht einen spürbaren Unterschied.






