Bitcoin-Kurs schwankt: War Deutschlands Verkauf 2024 doch klug?
Maria-Theresia ThanelBitcoin-Kurs schwankt: War Deutschlands Verkauf 2024 doch klug?
Deutschlands Bitcoin-Verkäufe 2024 rücken wieder in den Fokus – während der Kurs schwankt
Die Entscheidung Deutschlands, im Jahr 2024 Bitcoin zu veräußern, steht erneut im Mittelpunkt, da der Kurs der Kryptowährung stark schwankt. Das Land hatte damals fast 50.000 BTC zu einem Durchschnittspreis von rund 57.900 US-Dollar pro Einheit verkauft und damit knapp 2,9 Milliarden Dollar erlöst. Nun, da Bitcoin bei etwa 62.000 Dollar gehandelt wird, hat sich die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem aktuellen Wert deutlich verringert.
Mitte 2024 hatte Deutschland 49.858 Bitcoin zu einem Durchschnittskurs von 57.900 Dollar pro Coin abgestoßen. Der Schritt brachte dem Staat Einnahmen in Höhe von rund 2,89 Milliarden Dollar ein. Damals gab es Kritik, ob die Regierung nicht zu früh verkauft habe – schließlich stieg der Bitcoin-Kurs später im Jahr 2025 auf noch höhere Rekordstände.
Auf dem Höhepunkt 2025 betrug der Unterschied zwischen Deutschlands Verkaufspreis und dem Markthoch über 100 %. Seither hat die Kryptowährung jedoch nachgegeben. Ein längerer Abwärtstrend im Jahr 2025 führte dazu, dass Bitcoin-Spot-ETFs an 13 aufeinanderfolgenden Tagen Nettoabflüsse von insgesamt 4,33 Milliarden Dollar verzeichneten.
Aktuell pendelt sich der Bitcoin-Kurs bei etwa 62.000 Dollar ein – nur noch 7 % über dem Preis, zu dem Deutschland seine Bestände veräußert hatte. Ein weiterer Rückgang um 6 % würde den Markt unter den damaligen Verkaufswert drücken.
Die schrumpfende Spanne zwischen dem deutschen Verkaufspreis und dem aktuellen Bitcoin-Kurs unterstreicht die Volatilität des Kryptomarkts. Da Bitcoin nur noch knapp über dem staatlichen Exit-Kurs notiert, wirkt die Entscheidung zum Verkauf 2024 im Nachhinein weniger umstritten als noch zuvor. Sollte der Kurs weiter fallen, könnte der Markt sogar unter den Preis rutschen, den Deutschland für seine Bestände erzielt hatte.






