23 March 2026, 16:20

Böhmermanns Berliner Ausstellung fordert Besucher mit skurrilen Regeln heraus

Plakat an einer Gebäudewand mit der Aufschrift 'Les Humoristes Journal Hebdomadaire Illustré' mit einer Gruppe lachender Menschen in leuchtenden Farben.

Böhmermanns Berliner Ausstellung fordert Besucher mit skurrilen Regeln heraus

Jan Böhmermanns neue Ausstellung in Berlin provoziert mit ungewöhnlichen Regeln und skurrilen Exponaten

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Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" hat der Satiriker Jan Böhmermann im Berliner Haus der Kulturen der Welt eine Ausstellung eröffnet, die bis zum 19. Oktober zu sehen ist. Schon der Eintritt ist ungewöhnlich: Besucher müssen ihre Handys an der Garderobe abgeben – eine Maßnahme, die den unkonventionellen Charakter der Schau unterstreicht.

Die Ausstellung verbindet persönliche Erinnerungsstücke mit politischen und kulturellen Provokationen. Neben Souvenirs aus Böhmermanns Fernsehkarriere sind etwa eine goldene Schallplatte des Rappers Bushido und ein Boxsack zu sehen, den einst der Wirecard-Manager Jan Marsalek nutzte. Eine große Butterskulptur des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl teilt sich den Raum mit einer funktionstüchtigen Raucherkabine, die mit echten Zigaretten bestückt ist.

Ein Fernrohr richtet sich auf einen Spiegel, der das benachbarte Bundeskanzleramt einfängt – und den Besuchern so einen Blick in das Büro des Kanzlers ermöglicht. Daneben hängen KI-generierte Aktbilder des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz neben einem Nachbau des deutschen Einbürgerungstests. Rechtsdokumente aus Böhmermanns Gerichtsprozessen sind neben Profilbildern seiner Online-Kritiker ausgestellt.

Interaktive Elemente fordern die Besucher heraus: Alle 28 Minuten zerfetzt eine Maschine ein Stofftier – es sei denn, jemand zahlt, um es zu retten, und macht ein Selfie davon. Draußen lädt ein "TV-Garten" für Independent-Musikfans mit Auftritten von Künstlern wie Domiziana, Mine und Ebow zum Verweilen ein.

Mit einer Mischung aus Satire, juristischer Geschichte und Publikumsbeteiligung stellt die Ausstellung ihre Besucher auf die Probe. Durch das Handyverbot lenkt Böhmermann den Fokus auf das unmittelbare Erleben. Geöffnet ist die Schau täglich im Haus der Kulturen der Welt – noch bis Mitte Oktober.

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