Brandenburg verdoppelt Wohneigentumsförderung – doch Baugenehmigungen sinken weiter
Maria-Theresia ThanelBrandenburg verdoppelt Wohneigentumsförderung – doch Baugenehmigungen sinken weiter
Brandenburg treibt bezahlbaren Wohnraum und leichteren Wohneigentumserwerb voran
Die Landesregierung hat angekündigt, die Förderung für selbstgenutztes Wohneigentum zu verdoppeln, während der soziale Mietwohnungsbau weiterhin eine zentrale Priorität bleibt. Doch aktuelle Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang bei den genehmigten Wohnungsbauprojekten in diesem Jahr.
2025 wurden in Brandenburg nur 7.962 neue Wohneinheiten bewilligt – ein Rückgang um 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Trend steht im Gegensatz zur bundesweiten Entwicklung, wo die Genehmigungen um 10,8 Prozent stiegen. Städte wie Dresden verzeichneten allein in den ersten drei Quartalen 2025 einen Anstieg um 21 Prozent.
Um die Verzögerungen zu überwinden, beschleunigt die SPD/CDU-Koalition die Bauprozesse. Dazu gehören eine Aktualisierung des Baugesetzbuchs zur Vereinfachung der Verfahren, ein 2023 geschlossener Pakt zur Beschleunigung der Planung, strengere Mietpreisbremse sowie erweiterte Vorkaufsrechte für Kommunen. Im Fokus stehen weiterhin Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen sowie junge Familien, die durch ausgeweitete Zuschüsse und Fördermittel unterstützt werden sollen.
Der soziale Wohnungsbau bleibt ein Kernstück der Brandenburgischen Wohnungspolitik. Gleichzeitig will die Landesregierung den Erwerb von Wohneigentum erleichtern, indem sie die finanzielle Förderung für selbstgenutzte Immobilien verdoppelt.
Mit den Maßnahmen soll der Rückgang bei den Baugenehmigungen gestoppt und Wohnraum bezahlbar gehalten werden. Durch erhöhte Mittel und schnellere Planungsverfahren hofft Brandenburg, den Wohnungsbau anzukurbeln und mehr Familien den Weg ins Eigentum zu ebnen. Ob die Maßnahmen greifen, hängt davon ab, wie zügig genehmigte Projekte auch tatsächlich umgesetzt werden.






