Braunschweig prüft Winterdienst-Versagen nach Schneechos durch Sturm Elli
Frida StiebitzBraunschweig prüft Winterdienst-Versagen nach Schneechos durch Sturm Elli
Schneechos in Braunschweig: Rat leitet Untersuchung gegen ALBA ein
Nach heftigen Schneefällen, die Straßen und Radwege in Braunschweig unpassierbar zurückließen, steht der Winterdienst der Stadt in der scharfen Kritik. Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS hatte bereits am 18. Februar in einem Antrag auf Defizite bei der Schneeräumung hingewiesen und nun Antworten gefordert. Der Rat beschloss daraufhin eine Untersuchung der Personal- und Ausstattungsplanung des Dienstleisters ALBA für den Winterdienst.
Der Sturm Elli hatte Anfang des Jahres für massive Behinderungen gesorgt: Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen, und viele Straßen waren trotz Rund-um-die-Uhr-Einsätze der Räumteams blockiert. Besonders verärgert zeigten sich Anwohner:innen, da Radwege im Schnitt nur alle 19 Stunden geräumt wurden – deutlich seltener als vorgesehen.
In ihrem Antrag betonte die Fraktion, dass besonders verletzliche Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger:innen und Radfahrer:innen gefährdet gewesen seien. Auf vielen Straßen wurde noch seltener geräumt, was im Widerspruch zum Mobilitätsentwicklungsplan 2035 der Stadt stehe. Die aktuellen Personalkapazitäten von ALBA reichten bei anhaltendem Schneefall demnach nicht aus.
Die nun beschlossene Prüfung soll die personellen und technischen Ressourcen von ALBA unter die Lupe nehmen. Die Ergebnisse fließen zudem in die Vorbereitungen für das künftige Betriebsmodell Braunschweig ab 2031 ein. Ein zuverlässiger Winterdienst gelte nicht nur als entscheidend für die Sicherheit, sondern auch als Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Verkehrsplanung.
Ziel der Untersuchung ist es, Schwachstellen in der Winterwartung zu identifizieren und die Reaktionszeiten zu verbessern. Die Erkenntnisse sollen helfen, Personal und Ausstattung anzupassen, bevor das neue Modell 2031 greift. Sichere und befahrbare Straßen sowie Radwege bleiben ein zentraler Baustein der langfristigen Verkehrsstrategie der Stadt.






