Bundestag beschließt Reform für ausländische Gesundheitsfachkräfte ab 2026
Maria-Theresia ThanelBundestag beschließt Reform für ausländische Gesundheitsfachkräfte ab 2026
Der Bundestag hat ein neues Gesetz zur Vereinfachung der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitsbereich verabschiedet. Die Regelung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen und zielt darauf ab, das Verfahren zu digitalisieren und zu standardisieren. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte den Gesetzentwurf eingebracht, der am Donnerstag mit breiter parteiübergreifender Unterstützung angenommen wurde.
Im Mittelpunkt des Gesetzes steht der Abbau bürokratischer Hürden für im Ausland ausgebildete Fachkräfte. Es führt digitale Verfahren und einheitliche Standards für die Bewertung von Qualifikationen ein. Zudem erhalten die Bundesländer die Befugnis, die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer Berufsausbildung zu prüfen.
Der Bundestag verabschiedete den Entwurf mit Zustimmung der Regierungskoalition und der Grünen. Ablehnung kam von der rechtspopulistischen AfD, während die Linke sich der Stimme enthielt. Das Gesetz geht nun zur endgültigen Beschlussfassung an den Bundesrat.
Bei Zustimmung treten die Änderungen am 1. November 2026 in Kraft. Die Reform soll es ausländischen Gesundheitsfachkräften erleichtern, in das deutsche System einzusteigen. Sprachprüfungen und digitale Prozesse werden künftig Teil des standardisierten Anerkennungverfahrens sein. Die Bundesregierung erwartet, dass das Gesetz dazu beiträgt, den Personalmangel in zentralen medizinischen Berufen zu mildern.






