Bundeswehr-Reform: Höhere Altersgrenze und mehr Pflichten für Reservisten
Maria-Theresia ThanelBundeswehr-Reform: Höhere Altersgrenze und mehr Pflichten für Reservisten
Bundeswehrminister will Reserve reformieren: Höhere Altersgrenze und mehr Verfügbarkeit
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wird in dieser Woche weitreichende Änderungen für die Reservekräfte der Bundeswehr bekannt geben. Geplant sind unter anderem eine Anhebung der Altersgrenze für Reservistinnen und Reservisten sowie die Abschaffung des Vetorechts von Arbeitgebern gegen die Einberufung zu Übungen. Ziel der Reformen ist es, erfahrenes Personal besser in die Streitkräfte einzubinden.
Am Mittwoch wird Pistorius die neue Reservestrategie vorstellen. Ein zentraler Vorschlag sieht vor, das Höchstalter für Reservistinnen und Reservisten von 65 auf 70 Jahre anzuheben. Begründet wird dies damit, dass Menschen heute länger fit bleiben und auch das Renteneintrittsalter steigt.
Das Reservestärkungsgesetz, das noch in diesem Sommer verabschiedet werden soll, wird zudem die bisherige Regelung streichen, die es Arbeitgebern ermöglicht, Einsprüche gegen die Einberufung von Reservistinnen und Reservisten einzulegen. Künftig wird die Teilnahme verpflichtend – damit steht mehr Personal für Übungen zur Verfügung. Das Ministerium betont, dass Reservistinnen und Reservisten dabei angemessen ausgestattet werden und sinnvolle Ausbildungsmöglichkeiten erhalten müssen.
Wie viele Reservistinnen und Reservisten es künftig geben wird, ist noch unklar; aktuell sind rund 60.000 erfasst. Die Reformen zielen zudem auf bessere Rahmenbedingungen für jüngere Rekruten ab, um eine durchgängige Förderung aller Altersgruppen zu gewährleisten. Die Behörden unterstreichen, dass erfahrene Reservistinnen und Reservisten mit ihren wertvollen Fähigkeiten und beruflichen Hintergründen nicht ungenutzt bleiben dürfen.
Die Änderungen sollen Hürden für Reservistinnen und Reservisten abbauen und den Personalpool erweitern. Arbeitgeber können künftig Einberufungen nicht mehr blockieren, und ältere Reservistinnen und Reservisten bleiben länger einsatzfähig. Langfristig sollen die Reformen die Reservekapazitäten der Bundeswehr deutlich stärken.






