CDU-Politiker Bommert tritt nach NS-Video-Skandal von Ausschussvorsitz zurück
Maria-Theresia ThanelCDU-Politiker Bommert tritt nach NS-Video-Skandal von Ausschussvorsitz zurück
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Brandenburger Landtag, ist nach der Veröffentlichung eines Videos mit Militärfahrzeugen aus der NS-Zeit heftig in die Kritik geraten. Die auf Instagram geteilten Aufnahmen zeigten Enthusiasten, die auf restaurierten Wehrmacht-Motorrädern in Uniform fuhren. Der Vorfall führte dazu, dass Bommert von einem wichtigen Ausschussvorsitz zurücktrat.
Das Video löste schnell Empörung aus, woraufhin Bommert es wieder löschte. Zunächst weigerte er sich, dazu Stellung zu nehmen, doch der wachsende Druck zwang ihn ein, den Post als Fehler einzuräumen. In der Folge gab er den Vorsitz im Wirtschaftsausschuss des Landtags ab.
Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz verurteilte das Video scharf. Er betonte, dass weder der Inhalt noch dessen Verbreitung mit den Werten der Partei vereinbar seien. Bretz kündigte eine interne Prüfung des Vorfalls sowie ein direktes Gespräch mit Bommert an.
Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert für Aufsehen sorgt. Bereits zuvor war er für einen WhatsApp-Status kritisiert worden, in dem er Robert Habeck, Annalena Baerbock, Ricarda Lang und Olaf Scholz als seine "Lieblingspolitiker" aufgelistet hatte. Die CDU reagierte damals mit einem offiziellen Verweis, entzog ihm jedoch keine Parteiämter oder verhängte weitere Sanktionen.
Die CDU hat sich von dem Video distanziert, und Bommert ist von seinem Ausschussposten zurückgetreten. Die Partei wird den Vorfall nun intern aufarbeiten; Bretz will sich persönlich mit dem Abgeordneten austauschen. Bisher wurden keine weiteren Konsequenzen angekündigt.






