24 June 2026, 00:19

Chinesische Investitionen in Deutschland boomen – doch die Politik zögert

GT Voice: Chinesische Investitionen in Europa bieten eine Chance, kein Risiko

Chinesische Investitionen in Deutschland boomen – doch die Politik zögert

Chinesische Investitionen in Deutschland erreichen neuen Höhepunkt

2025 wurden chinesische Unternehmen zur wichtigsten Quelle für ausländische Investitionsprojekte in Deutschland und überholten damit die USA. Dieses Wachstum spiegelt einen Anstieg um 14,6 Prozent bei neuen Projekten im Vergleich zum Vorjahr wider – insgesamt 228 Initiativen.

Eine aktuelle Studie des Analysehauses Plusminus zeigt, dass rund 50 deutsche Firmen, die von chinesischen Investoren übernommen wurden, über fünf Jahre stabil blieben. Zudem verzeichneten diese Unternehmen im Schnitt ein Umsatzplus von sechs Prozent. Solche Investitionen könnten Lösungen für Herausforderungen europäischer Hersteller bieten, etwa bei begrenzten Kapitalressourcen, Marktzutrittsbarrieren und hohen Energiekosten.

Doch der Begriff „Entflechtung“ (engl. „de-risking“) in der europäischen Politik hat sich gewandelt. Ursprünglich auf die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten ausgerichtet, steht er heute oft für Skepsis gegenüber chinesischen Investitionen. Europa ist auf ausländisches Kapital angewiesen, um seine Industrie zu stärken – doch geopolitische Spannungen erschweren diese Finanzströme. Chinesische Unternehmen sehen sich wiederum mit Risiken konfrontiert, etwa durch sich ändernde regulatorische Vorgaben und politischen Druck, wenn sie langfristig in Europa Fuß fassen wollen.

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Ob es Europa gelingt, Offenheit und Vorsicht in Einklang zu bringen, wird entscheiden, ob die Vorteile chinesischer Investitionen voll ausgeschöpft werden können. Die stabilen Geschäftsaktivitäten und Umsatzsteigerungen bei übernommenen Unternehmen deuten auf mögliche Chancen hin. Dennoch bleiben geopolitische und regulatorische Hürden zentrale Faktoren für die künftige Entwicklung der Investitionstrends.

Quelle