26 April 2026, 16:21

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut

Straßenbahn fährt durch eine Straße mit hohen Gebäuden, Strommasten und Passanten, mit Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut

Die Deutsche Bahn hat zugesagt, die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai ein Jahr lang stabil zu halten. Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen, die Belastung für Fahrgäste während der Energiekrise zu verringern. Die Fahrgastvereinigung Pro Bahn kritisiert den Schritt jedoch als unzureichend.

Vorstandschefin Evelyn Palla kündigte die Preissperre als Reaktion auf die durch die Energiekrise verursachten steigenden Kosten an. Ziel der Regelung ist es, finanzielle Entlastung für Reisende zu schaffen, die auf Fernverkehrsdienste angewiesen sind.

Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender von Pro Bahn, wies die Ankündigung als ungenügend zurück. Er verwies auf anhaltende Probleme wie häufige Verspätungen und Zugausfälle und argumentierte, dass eine Preiserhöhung unter den aktuellen Bedingungen nicht vertretbar sei. Stattdessen forderte er eine vorübergehende Senkung der Ticketpreise.

Neuß stellte zudem infrage, ob die Preissperre auch für dynamische Preismodelle gelte. Er betonte, dass die Kosten für Fernverkehrstickets bereits je nach Strecke und Nachfrage variierten und es keine festen Tarife gebe. Ohne genauere Angaben befürchtet er, dass die Ankündigung für Fahrgäste kaum spürbare Ersparnisse bringen werde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Preissperre soll mindestens bis Mai 2025 gelten. Die Kritik von Pro Bahn lenkt die Aufmerksamkeit auf Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit des Service und der Transparenz bei der Preisgestaltung. Noch ist unklar, wie sich die Entscheidung auf die dynamischen Ticketpreise auswirken wird.

Quelle