Deutsche Bahn verschärft Sicherheitsvorkehrungen gegen Gewalt in Regionalzügen
Claudius KeudelDeutsche Bahn verschärft Sicherheitsvorkehrungen gegen Gewalt in Regionalzügen
Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen nach Zunahme gewalttätiger Vorfälle in Regionalzügen ein
Nach einem Anstieg von Gewaltdelikten in Regionalzügen setzt die Deutsche Bahn (DB) auf ein Paket neuer Sicherheitsvorkehrungen. Dazu gehören Schutzausrüstung für Mitarbeiter, KI-gestützte Überwachung und verschärfte Sicherheitsprotokolle. In einigen Regionen haben sich die Angriffe auf Personal deutlich gehäuft – ein Grund für das Unternehmen, jetzt zu handeln.
Gewalt in den Regionalverkehrszügen der DB entwickelt sich zunehmend zu einem Problem. Zwar gingen körperliche Angriffe bundesweit im Jahr 2025 um sieben Prozent zurück, doch in bestimmten Gebieten stieg die Zahl der Vorfälle stark an. So verzeichneten Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Teile Baden-Württembergs einen Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Um die Lage in den Griff zu bekommen, führt die DB Regio ab Juli stabilsichere Westen für Kundenservice-Mitarbeiter ein. Körperkameras, die bereits im Einsatz sind, haben bereits eine deutliche abschreckende Wirkung gezeigt. Bis August erhalten alle betroffenen Beschäftigten eine verpflichtende Schulung in Deeskalationstechniken und durchsetzungsfähigem Auftreten.
Darüber hinaus testet das Unternehmen in besonders gefährdeten Regionen neue Sicherheitkonzepte. Dazu gehören etwa „1-zu-1-Begleitungen“ für gefährdetes Personal sowie die Doppelbesetzung von Kundenservice-Posten. Zudem prüft die DB den Einsatz von KI zur Echtzeit-Auswertung von Kamerabildern. Ein Pilotprojekt in Bremen bestätigte, dass die automatisierte Konflikterkennung sowohl technisch machbar als auch datenschutzrechtlich zulässig ist.
Ziel der Maßnahmen ist es, die Sicherheit der Mitarbeiter zu erhöhen und die Zahl der Vorfälle in Regionalzügen zu verringern. Mit stabilsicheren Westen, KI-Überwachung und verbesserten Schulungen will die DB ein sicheres Umfeld schaffen. Die Änderungen werden in den kommenden Monaten schrittweise umgesetzt.






