19 April 2026, 12:22

Deutschland setzt auf 2.000 neue Windräder bis 2030 – selbst in windschwachen Regionen

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Deutschland setzt auf 2.000 neue Windräder bis 2030 – selbst in windschwachen Regionen

Deutschland treibt die Pläne zum Ausbau der Windenergie voran – selbst in den windschwächsten Regionen. Umweltminister Carsten Schneider hat das Ziel ausgegeben, bis 2030 rund 2.000 neue Windkraftanlagen zu errichten. Damit soll das Vorhaben des Landes unterstützt werden, bis 2050 eine klimaneutrale Stromversorgung zu erreichen. Ein Zwischenziel sieht vor, dass bis 2030 bereits 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen – geregelt im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Süddeutschland hinkt bei der Windenergie traditionell den windreichen Regionen im Norden hinterher. Bayern etwa verzeichnet im Schnitt nur einen "Gütefaktor" für die Windverhältnisse von 55 Prozent. Dennoch erhalten 76 Prozent der Anlagen in windschwachen Gebieten weiterhin erhebliche Subventionen.

Das Bundesförderprogramm wird zusätzliche 12 Gigawatt Windkraftleistung ausschreiben. Die Subventionen senken die Kosten und machen Investitionen attraktiver – viele Banken bestehen darauf, bevor sie neue Projekte finanzieren. Das EEG fördert windschwache Regionen zusätzlich durch das "Referenzertragsmodell" und einen "Korrekturfaktor", um ihren natürlichen Nachteil auszugleichen.

Allerdings belasten die hohen Windstromkosten in Süddeutschland die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Industrien. Schneiders Plan, auch in weniger windreichen Gebieten Anlagen zu bauen, ist Teil einer übergeordneten Strategie, den Ausbau erneuerbarer Energien bundesweit auszubalancieren.

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Der Ausbau der Windkraft in windschwachen Regionen hängt stark von Subventionen ab, um Investoren zu gewinnen. Mit 2.000 neuen Anlagen bis 2030 will die Regierung ihre Klimaziele erreichen und gleichzeitig regionale Ungleichheiten verringern. Ob dieser Ansatz gelingt, hängt davon ab, ob die Wettbewerbsfähigkeit der Schlüsselsektoren erhalten bleibt.

Quelle