Edenhofer warnt: Neue Ölheizungen gefährden die deutschen Klimaziele
Claudius KeudelEdenhofer warnt: Neue Ölheizungen gefährden die deutschen Klimaziele
Der Ökonom Ottmar Edenhofer warnt vor einem überstürzten Einbau neuer Öl- und Gasheizungen. Ein solcher Schritt untergrabe die langfristigen Klimaziele, argumentierte er. Seine Äußerungen erfolgten im Zusammenhang mit Forderungen nach klügeren politischen Maßnahmen, um sauberere Alternativen zu fördern.
Edenhofer betonte, dass die Klimapolitik auf langfristige Sicherheit statt auf kurzfristige Lösungen abzielen solle. Er wies die Behauptung zurück, sie schaffe Wettbewerbsnachteile, und bezeichnete sie stattdessen als Schutz zukünftigen Wohlstands. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Umstellung auf Wärmepumpen für Hausbesitzer eine finanzielle Belastung darstelle.
Um den Wandel zu beschleunigen, schlug er zwei zentrale Maßnahmen vor: Erstens solle eine Abgabe auf neue Öl- und Gasheizungen deren Nutzung unattraktiver machen. Zweitens könnte eine Senkung der Stromsteuer Wärmepumpen erschwinglicher gestalten. Bestehende Förderprogramme, so Edenhofer, könnten zudem durch Klimadividenden zur Kostendeckung beitragen.
Der Wirtschaftswissenschaftler kritisierte auch den Ansatz der Regierung. Er warf den Verantwortlichen vor, Versäumnisse in der Industrieplanung der Klimapolitik in die Schuhe zu schieben. Stattdessen forderte er eine sorgfältigere Gestaltung der Maßnahmen und warnte, dass kurzfristige Krisen oft langfristige Herausforderungen verdrängten.
Edenhofers Vorschläge zielen darauf ab, Heizsysteme von fossilen Brennstoffen wegzuführen. Dazu gehören Steueranpassungen, gezielte Abgaben und die Fortführung von Subventionen. Das Ziel ist es, die finanzielle Belastung auszugleichen und gleichzeitig die Klimaziele im Blick zu behalten.






