Emmendingen streicht Abendbusse – Kommunen müssen selbst zahlen oder früher schließen
Claudius KeudelEmmendingen streicht Abendbusse – Kommunen müssen selbst zahlen oder früher schließen
Der Landkreis Emmendingen hat Kürzungen bei den Abendbusverbindungen vorgeschlagen, um die Haushaltsbelastung zu verringern. Die Änderungen könnten bereits mit der Fahrplanaktualisierung im Dezember in Kraft treten. Betroffen wären vier Städte: Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim.
Die Pläne zielen auf die Abendverbindungen auf Entwicklungsstrecken ab. Durch die Beendigung dieser Verträge könnten jährlich etwa 100.000 Euro eingespart werden. Die betroffenen Kommunen stehen nun vor der Wahl: die Linien selbst finanzieren oder eine frühere Einstellung des Busbetriebs um 20 Uhr akzeptieren.
Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Pläne am 29. Juni 2023 prüfen. Die endgültige Abstimmung im Kreistag ist für den 20. Juli 2023 vorgesehen. Zudem werden weitere Anpassungen im Schülerverkehr und bei den regulären Buslinien geprüft, wobei durch Optimierungen bis 2027 Einsparungen von 200.000 Euro erzielt werden sollen.
Eine Verkehrsuntersuchung im Jahr 2027 soll klären, ob für 2028 zusätzliche Kürzungen notwendig sind. Trotz der Einschnitte plant der Landkreis, im Jahr 2026 weiterhin rund 9 Millionen Euro in den ÖPNV und den Schülertransport zu investieren.
Der Landkreis versucht, den angespannten Haushalt auszugleichen, ohne dabei grundlegende Dienstleistungen zu gefährden. Die Einsparungen durch die Streichung von Abendverbindungen und die Serviceoptimierung sollen dazu beitragen. Die endgültige Entscheidung liegt nach der Ausschussberatung beim Kreistag.
