31 May 2026, 00:16

Ende Gelände entfacht Protestwelle gegen fossile Gasprojekte im Ruhrgebiet

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Ende Gelände entfacht Protestwelle gegen fossile Gasprojekte im Ruhrgebiet

Klimaschutzaktivist:innen der antikapitalistischen Allianz Ende Gelände haben eine Welle von Protesten im Ruhrgebiet entfacht. Die Demonstrationen richten sich gegen den Ausbau fossiler Gasinfrastrukturen und fordern dringende Maßnahmen für den Klimaschutz. Allein am Freitag beteiligten sich über 1.500 Menschen an koordinierten Aktionen.

Am Freitag blockierten Aktivist:innen das Kraftwerk Scholven in Gelsenkirchen, wo Pläne für eine neue Gaseinheit auf Kritik stoßen. Die Protestierenden installierten zudem Solarpaneele auf dem Geländes des Kraftwerks, um erneuerbare Alternativen zu bewerben. Gleichzeitig besetzte eine weitere Gruppe Gleisanlagen bei Europipe in Mülheim, dem größten Pipeline-Hersteller Europas.

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Eine dritte Demonstration unterbrach den Schichtwechsel im Gießereibetrieb Friedrich Wilhelms Hütte, ebenfalls in Mülheim. Die Bundesregierung verhandelt derzeit über eine Milliardenbeteiligung am Betreiberunternehmen KNDS. In Hamm zogen Aktivist:innen mit einem Transparent zum Hauptbahnhof, auf dem die Enteignung von Energiekonzernen gefordert wurde.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bestätigte später ein polizeiliches Verbot für eine geplante Demonstration am Samstag im Kraftwerk Gersteinwerk. Dennoch rechnen die Organisator:innen mit tausenden weiteren Teilnehmenden bei einer Großkundgebung, die von Umweltverbänden und der Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg unterstützt wird.

Die Proteste zeigen den wachsenden Widerstand gegen fossile Projekte im industriellen Kernland Deutschlands. Angesichts weiterer angekündigter Aktionen geraten Behörden und Energieunternehmen zunehmend unter Druck, ihre Klimapolitik zu überdenken. Die Allianz Ende Gelände hat deutlich gemacht, dass sie die Störung von Gasausbau-Vorhaben fortsetzen wird.

Quelle