21 March 2026, 18:23

FC Erzgebirge Aue steht vor dem fast sicheren Abstieg in die Regionalliga

Schwarzes und weißes Foto eines Fußballspiels zwischen Ajax und Hannover 96 während der Bundesliga-Saison 1978-79, mit Zuschauern im Hintergrund.

Abstieg droht: Erzgebirge Aue verliert in Mannheim - FC Erzgebirge Aue steht vor dem fast sicheren Abstieg in die Regionalliga

FC Erzgebirge Aues Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der 3. Liga sind nach einer 1:2-Niederlage gegen den SV Waldhof Mannheim praktisch zerronnen. Die Niederlage verlängert die sieglose Serie des Vereins auf über drei Monate und bringt die Mannschaft an den Rand des Abstiegs. Mit nur noch acht ausstehenden Spielen könnte der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz bald zehn oder mehr Punkte betragen.

Der Klub, der seit 2022 mit finanziellen Turbulenzen kämpft, steht nun vor dem fast sicheren Abstieg in die Regionalliga. Trotz des Rückschlags haben die Verantwortlichen bereits mit der Planung für den direkten Wiederaufstieg begonnen und peilen für die kommende Saison ein Budget von knapp 10 Millionen Euro an.

In der jüngsten Partie hatte Marvin Stefaniak Aue in der 44. Minute noch mit 1:0 in Führung gebracht. Doch Mannheim glich durch Lovis Bierschenk in der 50. Minute aus, ehe Terrence Boyd mit dem Siegtreffer in der 90. Minute die Entscheidung herbeiführte. Die Niederlage lässt Aues Überlebenschancen in der Liga weiter schwinden – die Abstiegslücke wird sich nach diesem Wochenende voraussichtlich weiter vergrößern.

Finanzielle Probleme belasten den Verein seit 2022, als der Abstieg und der Verlust des Hauptsponsors eine Budgetkürzung von 12 auf 6,5 Millionen Euro erzwangen. Im Oktober 2024 begannen Insolvenzverfahren, was unter dem neuen Eigentümer Martin Kind und Sportdirektor Thomas Brdaric zu einer Neuausrichtung auf ein nachhaltiges Nachwuchskonzept führte. Das Ziel: Bis zur Saison 2025/26 die Konsolidierung in der Regionalliga und anschließend die Rückkehr in die 3. Liga.

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Um den Wiederaufstieg zu finanzieren, sicherte sich der Klub im März 2025 einen Zehnjahresvertrag mit Energie-Solar AG, der jährlich 800.000 bis 1 Million Euro sowie die Namensrechte am Stadion einbringt. Weitere Maßnahmen umfassten Kostensenkungen durch die Reduzierung des Kaders von 32 auf 22 Spieler, Amateurverträge sowie die Gewinnung neuer Sponsoren wie Veolia und der Erzgebirgssparkasse. Eine Fan-Kampagne brachte über 500.000 Euro ein, während der Verkauf von Eigengewächsen wie Merlin Polzin und Maurice Heisel zusätzliche Einnahmen generierte.

Bis März 2026 stieg das Budget auf 9,2 Millionen Euro, wobei Verhandlungen zur Schließung der verbleibenden Lücke noch laufen. Die Vereinsführung versicherte den Mitarbeitern, dass trotz der angespannten Finanzlage professionelle Strukturen erhalten bleiben – mit einer Planungsperspektive bis Sommer 2027.

Der Abstieg scheint für den FC Erzgebirge Aue nun unvermeidbar; das Team wird die Saison voraussichtlich tief in der Abstiegszone beenden. Der Fokus liegt bereits auf dem Neuaufbau: Mit einem Budget von fast 10 Millionen Euro und einer langfristigen Strategie soll der schnelle Wiederaufstieg in die 3. Liga gelingen. Die Verantwortlichen betonen, dass trotz des Abstiegs professionelle Abläufe aufrechterhalten und die Regionalliga als Sprungbrett genutzt werden sollen.

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