Freiburger Prozess: Unternehmer soll Corona-Hilfen und Sozialabgaben hinterzogen haben
Claudius KeudelFreiburger Prozess: Unternehmer soll Corona-Hilfen und Sozialabgaben hinterzogen haben
Am 30. März 2026 muss sich ein 49-jähriger Mann vor dem Landgericht Freiburg wegen des Verdachts auf Sozialbetrug und Subventionsbetrug verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe, er habe Schwarzarbeiter beschäftigt und Corona-Hilfsgelder missbräuchlich verwendet. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr vor einem Schöffengericht.
Der Angeklagte soll zwischen März 2020 und November 2021 ein Bau- und Reinigungsunternehmen in Freiburg betrieben und dabei rund 40 Mitarbeiter nicht angemeldet haben. Durch die undeklarierte Beschäftigung dieser Arbeiter habe er Sozialabgaben in Höhe von etwa 188.000 Euro vorenthalten.
Hinzu kommen Vorwürfe, in demselben Zeitraum Löhne einbehalten und veruntreut zu haben. Den Ermittlungen zufolge soll er zudem durch falsche Angaben rund 60.000 Euro an Corona-Soforthilfen erschlichen haben.
Im Prozess wird geprüft, ob der Angeklagte gezielt gesetzliche Pflichten umgangen und dabei öffentliche Mittel in Anspruch genommen hat, die eigentlich für von der Pandemie betroffene Unternehmen bestimmt waren.
Bei einer Verurteilung drohen dem Mann Strafen wegen mehrfacher Wirtschaftsdelikte, darunter Betrug und Lohnvorenthaltung. Das Gericht muss klären, ob die nicht gezahlten Abgaben und die zweckentfremdeten Hilfsgelder auf vorsätzliche Täuschung zurückgehen. Ein Urteil wird nach Abschluss der Verhandlung erwartet.






