Fürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz der engagierten SPD-Politikerin
Maria-Theresia ThanelFürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz der engagierten SPD-Politikerin
Anette Reichstein, eine engagierte SPD-Politikerin und langjährige Fürsprecherin für soziale Belange in Fürth, ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Ihr Tod am 3. Juni 2026 markiert das Ende einer jahrzehntelangen Karriere in der Kommunalpolitik, im sozialen Engagement und in der Kirchenarbeit.
Geboren am 1. Mai 1951, widmete Reichstein ihr Leben dem Dienst an den Menschen in Fürth. 1990 zog sie erstmals in den Stadtrat ein, wo sie bis 2008 die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) vertrat. In dieser Zeit übernahm sie von 2002 bis 2008 auch den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion.
Über die Politik hinaus spielte sie eine zentrale Rolle bei der Gründung des Fürther Frauenhauses sowie des Diakonievereins St. Martin. Ab 1994 gehörte sie dem Kirchenvorstand der St.-Martins-Gemeinde an und engagierte sich in verschiedenen Funktionen bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Ihr Einsatz für junge Menschen führte sie zudem in das Amt einer Jugendschöffin.
Im Jahr 2020 würdigte die Stadt Fürth ihr Wirken mit der Verleihung des Goldenen Kleeblatts. Selbst in ihren späteren Jahren blieb sie aktiv und arbeitete bis kurz vor ihrem Tod im Büro des Landtagsabgeordneten Horst Arnold.
Reichsteins Tod hinterlässt ein Erbe des öffentlichen Dienstes und der Gemeinschaftsarbeit. Ihre Arbeit in der Kommunalpolitik, der Sozialfürsorge und der Kirche prägte Fürth über drei Jahrzehnte hinweg. In Erinnerung bleiben wird sie für ihren unermüdlichen Einsatz für benachteiligte Gruppen und die Stärkung des bürgerlichen Zusammenhalts.






