08 June 2026, 14:20

Fußballturnier ehrt Münchner Anschlagsopfer – darunter Can Leyla (14)

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Fußballturnier ehrt Münchner Anschlagsopfer – darunter Can Leyla (14)

Fußballturnier gedenkt der Opfer des Münchner Anschlags von 2016 – darunter die 14-jährige Can Leyla

Ein am 6. Juni ausgetragenes Fußballturnier ehrte die Opfer des Münchner Anschlags von 2016, darunter die erst 14-jährige Can Leyla. Organisiert wurde die Veranstaltung von Hasan Leyla, dessen Sohn zu den neun Menschen zählte, die bei der Tragödie ihr Leben verloren. Das Turnier sollte an die Verstorbenen erinnern und zugleich die anfängliche Fehleinschätzung des Anschlags als persönliche Rachetat statt als rechtsextremen Terrorismus hinterfragen.

Der Anschlag ereignete sich am 22. Juli 2016, als ein Attentäter im Münchner Olympiaeinkaufszentrum (OEZ) das Feuer eröffnete. Zunächst als Amoklauf eingestuft, bestätigten die Behörden später, dass es sich um eine politisch motivierte, rechtsextreme Terrorhandlung gehandelt hatte. Ermittlungen ergaben, dass der Täter in extremistischen Chatgruppen aktiv gewesen war und ein Manifest verfasst hatte, in dem er die Auslöschung ganzer Bevölkerungsgruppen forderte. Sein Vorgehen orientierte sich am rechtsextremen Massenmord auf der norwegischen Insel Utøya im Jahr 2011.

Die Initiative „München erinnert“, die das Turnier ausrichtete, setzt sich weiterhin für eine korrekte Einordnung der Tatmotive ein. Viele der Opfer, darunter Can Leyla und Guiliano Kollmann, waren leidenschaftliche Fußballer, die von einer professionellen Karriere träumten. Hasan Leyla, Can Leylas Vater, konzentriert sich nun darauf, Unterstützung für die Gedenkveranstaltungen zum zehnten Jahrestag 2026 zu mobilisieren.

Das Turnier war zugleich eine Hommage und ein Appell. Teilnehmer und Unterstützer kamen zusammen, um der Opfer zu gedenken und die Botschaft zu stärken, dass der Anschlag von extremistischer Ideologie angetrieben wurde – nicht von persönlichen Konflikten.

Durch die gemeinsame Leidenschaft für den Fußball blieb das Andenken an die Opfer lebendig. Hasan Leylas Engagement sorgt dafür, dass der Anschlag von 2016 als das anerkannt wird, was er war: ein rechtsextremer Terrorakt. Die Vorbereitungen für die Gedenkfeiern zum zehnten Jahrestag 2026 laufen bereits – mit dem Fokus, die Verstorbenen zu ehren und geschichtliche Verfälschungen zu verhindern.

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