Gewerkschafterin fordert radikale Wende in der deutschen Industriepolitik
Frida StiebitzGewerkschafterin fordert radikale Wende in der deutschen Industriepolitik
Iris Benner, eine führende Gewerkschafterin, hat weitreichende Reformen der deutschen Industriepolitik gefordert. Sie argumentiert, dass herkömmliche Ansätze den Herausforderungen des globalen Wettbewerbs – insbesondere mit China und den USA – nicht mehr gerecht werden. Zu ihren Vorschlägen zählen gezielte Investitionen sowie eine engere Zusammenarbeit mit der Bundesregierung.
Benner kritisierte jüngste Pläne zur Kürzung sozialer Leistungen und betonte, dass solche Maßnahmen keine Arbeitsplätze schaffen. Auch lehnt sie Reformen der Arbeitszeitregelungen ab und setzt stattdessen auf bessere Weiterbildungsprogramme und eine stärkere Einbindung von Frauen in den Arbeitsmarkt.
Sie unterstrich die Notwendigkeit klarer Investitionsschwerpunkte und unterstützt Vorhaben wie grüne Stahlproduktion, Elektromobilität und einen speziellen Industrie-Strompreis. Gleichzeitig warnte sie vor pauschalen Ausgabenkürzungen und undifferenzierten Subventionsstreichungen, die sie als wirkungslos bezeichnete.
Benner hob zudem die Bedeutung des Dialogs mit den Sozialpartnern angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten Deutschlands hervor. Sie machte deutlich, dass die Regierung direkte Verantwortung übernehmen müsse, statt zentrale Entscheidungen an andere zu delegieren.
Benners Äußerungen deuten auf einen Kurs hin, der auf strategischere Industriepolitik in Deutschland abzielt. Sie zeigt sich zwar gesprächsbereit mit der Bundesregierung, besteht aber auf zielgerichtete Investitionen und stärkere Arbeitnehmerrechte. Die Vorschläge sollen Deutschlands Position auf dem zunehmend umkämpften Weltmarkt stärken.






