Giftmord in Deggendorf: Frau soll Lebensgefährten mit Thalliumsulfat getötet haben
Evangelos RörrichtGiftmord in Deggendorf: Frau soll Lebensgefährten mit Thalliumsulfat getötet haben
Giftmordprozess in Deggendorf: Frau soll Partner mit Thalliumsulfat vergiftet haben
Eine 53-jährige Frau aus Deggendorf muss sich ab kommendem Dienstag wegen des Vorwurfs vor Gericht verantworten, ihren Lebensgefährten mit Thalliumsulfat vergiftet zu haben. Die Angeklagte, eine ukrainische Staatsbürgerin, sieht sich mit einer Mordanklage konfrontiert, nachdem das Opfer Anfang 2025 an multiplem Organversagen verstorben war. Die Ermittler vermuten, dass die Tat mit einer Affäre des Mannes im Vorjahr zusammenhängt.
Der Fall nahm im November 2024 seinen Anfang, als die Beschuldigte das hochgiftige Thalliumsulfat laut Angaben bei einem ukrainischen Unternehmen im Internet bestellt haben soll. Zwei Monate später soll sie dem Mann die Substanz heimlich in Essen oder Trinken gemischt haben.
Zunächst zeigte der 53-Jährige grippeähnliche Symptome, doch sein Zustand verschlechterte sich rasant. Nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus fiel er ins Koma und starb wenig später. Ärzte hatten seine Erkrankung zunächst fehldiagnostiziert, sodass eine angemessene Behandlung zu spät kam.
Die Behörden gehen davon aus, dass die Vergiftung aus Rache für eine Affäre des Opfers im Jahr 2024 erfolgte. Vor dem Landgericht Deggendorf könnte bereits im Mai ein Urteil fallen.
Die Angeklagte wird in der nächsten Woche vor Gericht erscheinen, um sich wegen Mordes zu verantworten. Im Prozess wird es um Beweise gehen, die sie mit dem Kauf und der Verwendung von Thalliumsulfat in Verbindung bringen. Eine Entscheidung über Schuld oder Unschuld könnte innerhalb weniger Wochen fallen.






