Goslar testet Tempo-30-Zone für mehr Sicherheit im Stadtteil Ohlhof
Frida StiebitzGoslar testet Tempo-30-Zone für mehr Sicherheit im Stadtteil Ohlhof
Goslar führt ab 9. April 2023 testweise Tempo-30-Zone in Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee ein
In Goslar startet am 9. April 2023 ein sechsmonatiger Probebetrieb für eine Tempo-30-Zone in der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee. Ziel des Modells ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Lebensqualität im Stadtteil Ohlhof zu verbessern. Die Initiative wird von Anwohnern und dem Stadtrat unterstützt, nachdem jahrelang Forderungen nach Verkehrsberuhigung laut geworden waren.
Der Versuch folgt auf eine Petition aus dem Jahr 2022, in der 238 Ohlhofer Bewohner Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung forderten. In der neuen Zone gilt künftig die Regel "Rechts vor Links" – Autofahrer müssen an Kreuzungen dem von rechts kommenden Verkehr Vorfahrt gewähren.
Während der Testphase werden weder Blitzer noch andere Kontrollinstrumente eingesetzt. Stattdessen setzt die Stadt auf freiwillige Einhaltung der Vorgabe: Angestrebt wird eine V85-Geschwindigkeit von 36 km/h, was bedeutet, dass nicht mehr als 15 Prozent der Fahrer diese Grenze überschreiten sollten. Bei Erfolg könnte die Tempo-30-Beschränkung dauerhaft eingeführt werden.
Regelmäßige Verkehrsuntersuchungen sollen die Auswirkungen der Zone dokumentieren. Zwar liegen keine aktuellen öffentlichen Daten zu Unfällen oder Beinahe-Unfällen in dem Gebiet vor, doch erhoffen sich die Verantwortlichen durch die niedrigeren Geschwindigkeiten eine Risikoreduzierung. Das Projekt wird sowohl vom Ohlhofer Nachbarschaftsverein als auch vom Goslarer Stadtrat unterstützt.
Der Probebetrieb läuft bis Oktober 2023. Anhand der Ergebnisse wird entschieden, ob die Geschwindigkeitsbegrenzung beibehalten wird. Stadtplaner werden das Fahrverhalten beobachten und Rückmeldungen der Anwohner einholen. Die endgültige Entscheidung über eine dauerhafte Umsetzung hängt davon ab, ob das 36-km/h-Ziel durchgehend erreicht wird.






