Hanau startet neue Arbeitsmarktstrategie für bessere Jobchancen aller Bürger
Claudius KeudelHanau startet neue Arbeitsmarktstrategie für bessere Jobchancen aller Bürger
Hanau führt neue Strategie für den Arbeitsmarkt ein, um Arbeitsuche zu erleichtern
Die Stadt Hanau setzt eine neue Arbeitsmarktstrategie um, um Menschen zu unterstützen, die Schwierigkeiten haben, eine Stelle zu finden. Gemeinsam mit lokalen Partnern bietet die Kommune Qualifizierungsmaßnahmen, Arbeitsvermittlung und gezielte Hilfen für Gruppen wie Geflüchtete, Langzeitarbeitslose und junge Menschen ohne Berufsabschluss an. Ziel ist es, den Zugang zu Arbeitsplätzen zu verbessern und die regionale Fachkraftbasis durch Bildung und bessere Vernetzung zu stärken.
Das Konzept basiert auf drei zentralen Säulen: engere Partnerschaften, Fachkräftesicherung durch Aus- und Weiterbildung sowie erleichterten Zugang zu Beschäftigung für alle Bürgerinnen und Bürger. Beteiligt sind lokale Einrichtungen wie das Jobcenter Hanau, das Sozialamt, die BAUprojekt Hanau GmbH und die Martin-Luther-Stiftung Hanau, die gemeinsam an der Umsetzung arbeiten.
Ein konkretes Projekt am Standort der Gemeinschaftsunterkunft Am Sportfeld bietet Geflüchteten und Bürgergeld-Beziehenden Tätigkeiten wie Reinigung, Gartenarbeit und Instandhaltung an. Diese Aufgaben sollen den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt erleichtern. Gleichzeitig ermöglicht der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service Praktika in operativen Bereichen, um Beschäftigungsstabilität aufzubauen und den Übergang in feste Anstellungen zu fördern.
Die Martin-Luther-Stiftung leistet einen wichtigen Beitrag, indem sie über ihre Pflegeakademie niedrigschwellige Einstiege in Pflegeberufe ermöglicht. Zudem bietet sie Berufsausbildungen in weiteren Bereichen an – etwa zum Koch, zur Kaufmännischen Fachkraft für Büromanagement, zum Friseur, zum Fachinformatiker für Systemintegration oder im Gastgewerbe und der Eventbranche. Ergänzend setzt die Stadt auf "Ein-Euro-Jobs" und "Arbeitsgelegenheiten", um die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen und die soziale Teilhabe zu stärken.
Ab dem 1. Januar 2026 übernimmt Hanau als kreisfreie Stadt die direkte Verwaltung der Grundsicherungsleistungen für Arbeitssuchende. Das Jobcenter Hanau, das bereits in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit Unternehmen bei der Personalgewinnung, der Organisation von Qualifizierungsprogrammen und der Förderung von Neueinstellungen unterstützt, wird diese Aufgaben dann in eigener Regie wahrnehmen.
Im Fokus der Strategie stehen Gruppen mit besonderen Hürden auf dem Arbeitsmarkt – darunter Geflüchtete, junge Menschen ohne Abschluss und Langzeitarbeitslose. Durch die Kombination von Qualifizierung, Arbeitsvermittlung und finanzieller Unterstützung will Hanau einen inklusiveren Arbeitsmarkt schaffen. Die direkte Steuerung der Arbeitslosenhilfe ab 2026 soll den Zugang zu Beschäftigungsangeboten zusätzlich vereinfachen.






