Hünfelds Ehrenamtliche erhalten Dank für fünf Jahre kommunalpolitisches Engagement
Claudius KeudelHünfelds Ehrenamtliche erhalten Dank für fünf Jahre kommunalpolitisches Engagement
Hünfelds Kommunalpolitiker trafen sich im Kolpinghaus, um das Ende der Wahlperiode 2021–2026 zu würdigen. Im Mittelpunkt des Abends stand die Anerkennung von Ehrenamtlichen, die in den vergangenen fünf Jahren die lokale Politik geprägt haben.
Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Stadtratsvorsitzender Jürgen Bohl gestalteten die Veranstaltung, die Dankbarkeit mit einem Appell für weitergehendes bürgerliches Engagement verband. Bei dem parlamentarischen Abend wurden scheidende Mitglieder des Magistrats, Stadträte sowie Ortsbeiräte geehrt. Zu den Ausgezeichneten zählten Karin Grosch, Udo Tischler, Reiner Wenzel, Uwe Walter und Michael Vogt, die für ihr langjähriges ehrenamtliches politisches Wirken das Ehrenabzeichen der Stadt Hünfeld erhielten.
Gleichzeitig wurden neu gewählte Vertreter willkommen geheißen. Alexander Gradl, Pia Biedenbach und Annette Trapp übernahmen die Ämter als ehrenamtliche Ortsvorsteher, während Ingrid Braun zur Stadtältesten ernannt wurde – eine Würdigung für ihr langes Engagement.
In seiner Rede wies Bohl auf die wachsenden Herausforderungen in der Kommunalpolitik hin. Er beklagte einen Rückgang sachlicher Debatten und beobachtete, dass immer mehr Menschen mit einer Besserwisser-Haltung agierten, statt sich konstruktiv auszutauschen. Die Gesellschaft, so Bohl, habe sich von aktiver Mitgestaltung hin zu einer Kultur der Kritik gewandelt, in der oft Eigeninteressen über das Gemeinwohl gestellt würden.
Tschesnok griff diese Punkte auf, ermahnte die Ehrenamtlichen jedoch, nicht den Mut zu verlieren. Trotz zunehmender Schwierigkeiten bleibe ihr Einsatz unverzichtbar, betonte er. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Hünfelder Stadtkapelle und das Duo Zweiklang, die dem Abend einen festlichen Charakter verliehen.
Die Veranstaltung endete mit einer klaren Botschaft: Die lokale Demokratie lebt vom Engagement ihrer Bürger. Trotz sinkender Beteiligung und wachsender Kritik appellierten die Verantwortlichen an die Notwendigkeit, das ehrenamtliche Wirken fortzuführen. Die Ehrungen und Amtsübergaben markierten damit zugleich einen Abschluss und einen Neuanfang für die politische Gemeinschaft Hünfelds.






