Jens Zangenfeind gewinnt Landrats-Stichwahl in Miesbach mit 78 Prozent
Frida StiebitzJens Zangenfeind gewinnt Landrats-Stichwahl in Miesbach mit 78 Prozent
Jens Zangenfeind von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Miesbach mit einem deutlichen Ergebnis von 78 Prozent der Stimmen gewonnen. Die Wahl wurde notwendig, nachdem der amtierende Landrat Olaf von Löwis nach seiner Amtszeit seit 2022 auf eine zweite Kandidatur verzichtet hatte.
Die Abstimmung markiert das Ende von von Löwis' einziger Amtszeit. Er hatte das Amt im März 2022 übernommen, nachdem er sich in einer Stichwahl mit 57,5 Prozent gegen einen Kandidaten der Freien Wähler (FW) durchgesetzt hatte. Sein Vorgänger, Wolfgang Rzehak von den Grünen, war 2021 zurückgetreten und hatte damit den Weg für von Löwis' Sieg geebnet.
Ursprünglich hatten sich sieben Bewerber um die Nachfolge von Löwis' beworben. Darunter waren Franz Schnitzenbaumer von der Christlich-Sozialen Union (CSU), der im ersten Wahlgang 22 Prozent erreichte, sowie Zangenfeind, der ehemalige Bürgermeister von Hausham. Schnitzenbaumer hatte zuvor als Bürgermeister von Schliersee amtiert, bevor er in den Wahlkampf eintrat.
Seit von Löwis' Amtsantritt blieb die politische Landschaft in Miesbach stabil. Die CSU behielt ihre dominierende Position, und im Kreistag gab es seit 2020 keine größeren Verschiebungen. Themen wie Wohnraum und Infrastruktur standen weiterhin im Mittelpunkt, und bis 2026 zeichneten sich keine nennenswerten parteipolitischen Umbrüche ab.
Zangenfeinds deutlicher Sieg bringt die Landkreisverwaltung erstmals seit Jahren in die Hände der FWG. Das Ergebnis spiegelt eine klare Wählerpräferenz wider, deutet jedoch nicht auf tiefgreifende politische Veränderungen in Miesbach hin. Der neue Landrat übernimmt das Amt in einer Phase, in der der Fokus des Landkreises weiterhin auf lokaler Entwicklung und Dienstleistungen liegt.






