Junge Union fordert Umverteilung: Rente kürzen, um BAföG und Elterngeld zu retten
Evangelos RörrichtJunge Union fordert Umverteilung: Rente kürzen, um BAföG und Elterngeld zu retten
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Haushaltspläne zu überdenken. Er schlägt vor, die geplante Rentenanpassung von 4,2 Prozent auf nur noch drei Prozent zu kürzen. Dadurch würden Mittel frei, um andere Sozialleistungen zu sichern – darunter BAföG-Förderungen und Elterngeld.
Aktuell plant die Regierung, die geplante Erhöhung der BAföG-Studienbeihilfen komplett zu streichen. Stattdessen sollen Kürzungen beim Elterngeld die Haushaltslücke schließen. Winkel kritisierte diesen Ansatz scharf: Junge Familien und Studierende dürften nicht allein die Last tragen.
Sein Alternativvorschlag sieht vor, die Rentenerhöhung auf drei Prozent zu begrenzen – ein Niveau, das immer noch über der Inflationsrate läge. Diese Anpassung würde rund fünf Milliarden Euro freisetzen. Das zusätzliche Geld könnte dann in eine dringend notwendige Anpassung des BAföG-Wohnkostenzuschusses fließen, wie Winkel betont.
Winkel unterstrich, dass Einsparungen im Haushalt generationengerecht verteilt werden müssten. Die Regierung solle bei finanziellen Entscheidungen junge Menschen priorisieren. Sein Ziel ist es, Kürzungen beim Elterngeld zu vermeiden und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Renten real weiter steigen.
Laut aktuellem Regierungsplan bleibt die Rentenerhöhung von 4,2 Prozent bestehen. Dafür entfiele die BAföG-Anhebung, und das Elterngeld würde gekürzt. Winkels Gegenentwurf zielt darauf ab, die finanzielle Belastung gerechter zu verteilen.
Würde sein Plan umgesetzt, wäre die Rentenerhöhung auf drei Prozent begrenzt. Dadurch ließen sich Studienförderung und Elterngeld absichern, ohne dass eine der Gruppen benachteiligt würde. Die Regierung hat sich zu dem Vorschlag bisher noch nicht geäußert.






