23 March 2026, 06:21

Kemptens historischer Machtwechsel: CSU verliert Oberbürgermeister-Amt nach 30 Jahren

Karte von Deutschland, die die Wahlergebnisse von 2016 Provinz für Provinz in Rot und Blau hervorhebt, mit Text, der die Namen der Kandidaten und das Wahldatum angibt.

Kemptens historischer Machtwechsel: CSU verliert Oberbürgermeister-Amt nach 30 Jahren

Kempten wählt nach drei Jahrzehnten erstmals einen neuen Oberbürgermeister

Die jahrzehntelange Vorherrschaft der CSU in Kempten ist vorbei: Christian Schoch von den Freien Wählern hat die Stichwahl für sich entschieden und löst damit nach 30 Jahren durchgehend christlich-sozialer Führung an der Stadtspitze einen politischen Wechsel aus.

Bei der Abstimmung traten zwei Kandidaten gegeneinander an: Amtsinhaber Thomas Kiechle (CSU), der seit zwei Legislaturperioden regierte, unterlag mit 45 Prozent der Stimmen. Schoch setzte sich deutlich durch und erhielt 55 Prozent der Wählerstimmen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent – ein Zeichen für mäßiges Bürgerinteresse an der lokalen Entscheidung. Mit Kiechles Abgang endet die ununterbrochene Ära der CSU im Rathaus, die seit 1994 bestand.

Trotz der Niederlage in Kempten bleibt die CSU in der Nachbarstadt Kaufbeuren nach der Kommunalwahl 2026 weiterhin stärkste Kraft. Dort behielt die Partei 12 Sitze, verlor zwar einen, verteidigte aber ihre führende Position.

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Schoch wird nun das Amt des Oberbürgermeisters von Kiechle übernehmen, der 16 Jahre lang regierte. Das Ergebnis beendet die 30-jährige Dominanz der CSU in der Stadt. Der Machtwechsel spiegelt eine klare Präferenz der Wähler für die Freien Wähler wider.

Quelle