17 March 2026, 10:19

Kerendia-Studie treibt Aktienkurs um 4,71 % nach oben – Nierenmedikament vor FDA-Zulassungserweiterung

Ein Plakat mit dem Text "In 2022 verlangten die großen Pharmaunternehmen von Amerikanern zwei bis drei Mal so viel wie von Menschen in anderen Ländern für dieselben Medikamente" unten, mit ein paar Flaschen und einer Spritze.

Kerendia-Studie treibt Aktienkurs um 4,71 % nach oben – Nierenmedikament vor FDA-Zulassungserweiterung

Die Aktien des Unternehmens stiegen nach starken Phase-III-Ergebnissen für sein Medikament Kerendia um 4,71 % auf 40,25 Euro. Die positiven Studiendaten könnten den Einsatz des Wirkstoffs auf eine deutlich größere Gruppe von Nierenpatienten ausweiten. Anleger verfolgen nun gespannt die nächsten Schritte, während das Unternehmen regulatorische Verfahren und wichtige finanzielle Entscheidungen vorbereitet.

Die FIND-CKD-Studie bestätigte, dass Kerendia (Finerenon) bei Erwachsenen mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung eine statistisch signifikante Verbesserung der Nierenfunktion erzielte. Über einen Zeitraum von 32 Monaten wiesen Patienten, die das Medikament einnahmen, eine bessere durchschnittliche jährliche Veränderung der eGFR – einem zentralen Indikator für die Nierengesundheit – auf als die Placebo-Gruppe. Bisher war Kerendia nur für Nierenpatienten mit Typ-2-Diabetes oder bestimmten Herzinsuffizienz-Erkrankungen zugelassen.

Das Unternehmen plant nun, bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag auf erweiterte Zulassung einzureichen. Bei Erfolg würde die Änderung der Produktinformation den Einsatz von Kerendia auf ein breiteres Spektrum von Nierenpatienten ausdehnen und damit das Marktpotenzial deutlich steigern.

Trotz dieser Fortschritte verzeichnete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro, vor allem aufgrund hoher Prozesskosten. Die Nettoverschuldung stieg zudem auf fast 30 Milliarden Euro. Rechtliche Herausforderungen in den USA – insbesondere im Zusammenhang mit Warnhinweisen für Roundup und einem jüngsten Präsidialdekret zur Glyphosat-Versorgung – bleiben ein Risikofaktor.

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Auf der Hauptversammlung am 1. April 2026 soll über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie abgestimmt werden. Trotz der anhaltenden juristischen Belastungen entwickelt sich die Pharmasparte weiterhin positiv.

Die erfolgreichen Studienergebnisse zu Kerendia haben das Vertrauen der Anleger gestärkt und den Aktienkurs in die Höhe getrieben. Mit der geplanten FDA-Einreichung könnte die Marktreichweite des Medikaments deutlich wachsen. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen finanziellen und rechtlichen Hürden gegenüber – doch die Pharmasparte bleibt eine starke Säule des Konzerns.

Quelle