Lübecks Welterbe-Beirat plant nachhaltige Umgestaltung des Mühlentor-Kreisels bis 2026
Claudius KeudelLübecks Welterbe-Beirat plant nachhaltige Umgestaltung des Mühlentor-Kreisels bis 2026
Lübecks Welterbe- und Gestaltungsbeirat tagte am 12. und 13. März
Die Sitzung begann mit einem offiziellen Abschied von Bertel Bruun, der viele Jahre den Vorsitz des Beirats innehatte. Als neues Mitglied stieß Professorin Ariane Röntgen hinzu, die ihre Expertise in Landschaftsarchitektur einbringt.
Im Anschluss stand die städtische Entwicklung auf der Tagesordnung. Ein Konsortium aus der Riemann Gesellschaft von Architekten und Hubschmitz Architekten präsentierte ein Konzept für die Häuser 25–33 in der Holstenstraße. Später stellte der Architekt Ivan Peter Chlumský Entwürfe für das Grundstück Holstenstraße 21 vor.
Der Schwerpunkt der Beratungen lag jedoch auf dem Kreisel am Mühlentor. Bis April 2026 sollen detaillierte Pläne vorliegen, die den Autoverkehr reduzieren und gleichzeitig Grünflächen, Radwege sowie Fußgängerzonen schaffen. Bürgerforen hatten historische Akzente wie Kopfsteinpflaster-Muster und Sitzgelegenheiten angeregt. Fachleute aus dem Stadtplanungsamt und Landschaftsarchitekten steuerten ebenfalls Entwürfe bei, wobei Nachhaltigkeit, Hochwasserschutz und die Verbindung zu Lübecks UNESCO-Welterbestatus im Mittelpunkt standen. Der Beirat betonte die Notwendigkeit eines fächerübergreifenden Ansatzes, der Stadtplanung, Freiraumgestaltung und Denkmalschutz vereint. Ein finales Konzept wird nach mehreren Bürgerbeteiligungsrunden, die bereits 2024 begannen, bis Mitte 2026 erwartet.
Die Sitzung fand im Foyer des Amts für Stadtplanung und Bauordnung statt. Die nächste öffentliche Tagung ist für den 11. und 12. Juni 2026 angesetzt.
Die Beschlüsse des Beirats werden Lübecks städtisches Bild in den kommenden Jahren prägen. Besonders die Neugestaltung des Mühlentor-Kreisels zielt darauf ab, einen nachhaltigeren und historisch eingebundenen Raum zu schaffen. Weitere öffentliche Stellungnahmen werden vor der endgültigen Festlegung der Pläne Mitte 2026 eingeholt.






