25 June 2026, 18:14

Mercedes-Benz will Arbeitszeiten verlängern – Betriebsrat widerspricht heftig

Mercedes-Benz-Betriebsrat lehnt 40-Stunden-Woche ab

Mercedes-Benz will Arbeitszeiten verlängern – Betriebsrat widerspricht heftig

Mercedes-Benz steht unter Druck, die Arbeitszeiten in Deutschland auszuweiten, um die Personalkosten zu senken. Der Aufsichtsratsvorsitzende Martin Brudermüller argumentiert, dass dieser Schritt die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken würde. Der Vorschlag stößt jedoch auf Widerstand beim Betriebsrat.

Brudermüller hatte kürzlich längere Arbeitszeiten für die Belegschaft in Deutschland gefordert. Sein Ziel ist es, durch eine Reduzierung der Lohnkosten die Standards von Mercedes-Benz an internationale Maßstäbe anzupassen. Die strukturellen Kosten des Konzerns – insbesondere die Löhne – liegen derzeit über dem globalen Durchschnitt.

Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Mercedes-Benz, lehnt die Pläne ab. Eine Ausweitung der Arbeitszeit ohne zusätzliche Bezahlung sei unwirksam, so Lümali, und verwies dabei auf die teilweise unausgelasteten Kapazitäten der deutschen Werke. Zudem betonte er, dass Lohnverhandlungen in die Zuständigkeit der IG Metall und der Arbeitgebervereinigung fallen – beide müssten in mögliche Gespräche einbezogen werden.

Aktuell arbeiten die Mitarbeiter von Mercedes-Benz eine 35-Stunden-Woche. Offizielle Verhandlungen über eine Änderung dieser Regelung finden derzeit nicht statt. Das Unternehmen prüft jedoch gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern Möglichkeiten, die Effizienz zu steigern.

Die Debatte zeigt die Spannungen zwischen Lohnkosten und Produktivität bei Mercedes-Benz auf. Ohne Zustimmung der Gewerkschaften können keine Änderungen der Arbeitszeiten umgesetzt werden. Der Konzern sucht weiterhin im Dialog nach Wegen, die Effizienz zu erhöhen.

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