30 March 2026, 08:24

Merz drängt auf bessere Schienenverbindungen nach Polen und Tschechien

Alte Karte des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, die das Ausmaß einer Bahnlinie mit Text und Linien hervorhebt.

Merz drängt auf bessere Schienenverbindungen nach Polen und Tschechien

CDU-Vorsitzender Friedrich Merz fordert einen Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa. Er betont, dass bessere Anbindungen an Polen und Tschechien eine strategische Priorität für das Land darstellen. Beide Nachbarregierungen haben das Thema bereits in Gesprächen mit Merz angesprochen.

Der Vorstoß für eine verbesserte Schieneninfrastruktur folgt auf Beratungen zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz und Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer. Im Mittelpunkt dieser Gespräche stand zwar das Wirtschaftswachstum in der Region, doch konkrete Bahnprojekte wurden nicht direkt thematisiert.

Merz hat nun angekündigt, die Angelegenheit in die Kabinettssitzungen einzubringen. Sein Argument: Schnellere und zuverlässigere Bahnverbindungen würden Handel, Reiseverkehr und regionale Zusammenarbeit stärken. Zwar haben sowohl die polnische als auch die tschechische Regierung das Thema offiziell bei ihm vorgebracht, doch kurzfristige Änderungen an bestehenden Projekten wurden bisher nicht bekannt gegeben.

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Ein zentrales Vorhaben – die Elektrifizierung und der Ausbau der 30,4 Kilometer langen Strecke zwischen Passow und der polnischen Grenze (Teil der Verbindung Berlin–Stettin) – bleibt weiterhin für eine Fertigstellung Ende 2027 geplant. Die Arbeiten am Abschnitt Knappenrode–Horka waren bereits 2018 abgeschlossen worden. Bisher gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass die jüngsten Diskussionen zu einer Beschleunigung oder Änderung dieser Pläne führen werden.

Merz' Initiative unterstreicht die Bedeutung grenzüberschreitender Bahnverbindungen für die Partnerschaften Deutschlands mit Osteuropa. Die nächsten Schritte hängen nun von den Kabinettsberatungen und möglichen Finanzierungsentscheidungen ab. Vorerst laufen die geplanten Ausbaumaßnahmen wie vorgesehen weiter – ohne bestätigte Anpassungen der Zeitpläne.

Quelle