Mieterbund fordert einkommensabhängige Modernisierungskosten – wer soll zahlen?
Evangelos RörrichtMieterbund fordert einkommensabhängige Modernisierungskosten – wer soll zahlen?
Ein Vorschlag zur Änderung der Kostenverteilung bei Modernisierungsmaßnahmen unter Mietern hat in Deutschland eine Debatte ausgelöst. Axel Gedaschko, Präsident des Deutschen Mieterbunds, fordert, dass Mieterhöhungen für Sanierungen vom Einkommen abhängig gemacht werden. Er kritisiert, dass das aktuelle System einkommensschwächere Haushalte unangemessen belastet, da sie dieselben Kosten tragen müssen wie wohlhabendere Mieter.
Nach den geltenden Regeln können Vermieter die Modernisierungskosten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko übt scharfe Kritik an dieser Praxis und verweist auf das Beispiel einer alleinerziehenden Mutter, die als Krankenschwester arbeitet und eine Kaltmiete von 4,50 Euro pro Quadratmeter zahlt. Nach einer Sanierung muss sie dieselben Zusatzkosten tragen wie ein Doppelverdiener-Paar.
Er plädiert für ein gestaffeltes System, bei dem Besserverdiener einen höheren Anteil übernehmen. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen Modernisierungen wie klimafreundliche Heizsysteme und energetische Sanierungen. Gedaschko drängt die CDU/CSU- und SPD-geführte Koalition, das Problem unverzüglich anzugehen.
Die geplanten Änderungen würden die Modernisierungskosten künftig am Einkommen der Mieter ausrichten. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, zahlen Geringverdiener weniger für Sanierungen, während wohlhabendere Haushalte einen größeren Anteil übernehmen müssten. Die Bundesregierung hat sich bisher noch nicht zu der Forderung des Mieterbunds nach einer Reform geäußert.






