02 May 2026, 14:22

Sachsen-Anhalts Energieminister warnt vor Jobverlusten durch hohe Energiepreise

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstofftyp von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Sachsen-Anhalts Energieminister warnt vor Jobverlusten durch hohe Energiepreise

Am Tag der Arbeit sprach sich Sachsens-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann nachdrücklich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im gesamten Bundesland aus. Gleichzeitig forderte er dringende Reformen der deutschen Energiepolitik, da steigende Sprit- und Heizkosten Arbeitsplätze und Unternehmen gefährden.

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Willingmann warnte, dass explodierende Öl- und Gaspreise Haushalte belasten und die Betriebskosten von Unternehmen in die Höhe treiben. Diese Entwicklungen – und nicht etwa veränderte Arbeitsmodelle wie Homeoffice oder Teilzeitarbeit – seien die eigentliche Bedrohung für die wirtschaftliche Stabilität, betonte er.

Kritik an früheren energiepolitischen Weichenstellungen, etwa dem Ausstieg aus der Kernenergie oder der Kohle, wies der Minister zurück. Stattdessen unterstrich er die Notwendigkeit eines beschleunigten Ausbaus erneuerbarer Energien, moderner Stromnetze und effizienter Speichertechnologien, um bezahlbare Energie langfristig zu sichern.

Sachsen-Anhalt hat auf diesem Gebiet bereits Fortschritte erzielt: Über 20.000 Arbeitsplätze sind im Bereich der Erneuerbaren entstanden. Willingmann hob hervor, dass die Vorreiterrolle des Landes in der grünen Energie ein entscheidender Standortfaktor für die Ansiedlung neuer Unternehmen sei.

Gleichzeitig rief er Bundeswirtschaftsministerin Katerina Reiche dazu auf, die nationale Energiepolitik anzupassen – mit Verweis auf die Iran-Krise und die instabilen Rohstoffmärkte. Langfristiger Erfolg, so Willingmann, hänge von Innovation und wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit ab.

Seine Äußerungen machen den direkten Zusammenhang zwischen Energiepreisen und Arbeitsplatzsicherheit deutlich. Mit dem Appell für mehr Erneuerbare und den Ausbau der Netzinfrastruktur will der Minister die Wirtschaft Sachsen-Anhalts stabilisieren und das Land als Wachstumsmotor für die grüne Industrie stärken.

Quelle