09 June 2026, 16:20

Mitteldeutschland-Anbindung: Baustart verschiebt sich auf 2028 – Fertigstellung erst 2032

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Mitteldeutschland-Anbindung: Baustart verschiebt sich auf 2028 – Fertigstellung erst 2032

Bau der Mitteldeutschland-Anbindung erneut verschoben – Start erst 2028

Die Pläne für die Schienenverbindung durch Mitteldeutschland haben eine weitere Verzögerung erlitten: Mit dem Baubeginn wird nun frühestens 2028 gerechnet. Das Vorhaben, das die Anbindung Sachsens über Thüringen an Westdeutschland verbessern soll, leidet unter Finanzierungslücken und politischer Kritik. Abgeordnete in Thüringen fordern nun schnellere Fortschritte und mehr Unterstützung vom Bund.

Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag hat einen zügigen Vorstoß für die Realisierung der Mitteldeutschland-Strecke gefordert. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, betonte die Dringlichkeit der Elektrifizierung der Teilstrecke Weimar–Gera–Gößnitz. Die rund 544 Millionen Euro teure Maßnahme soll zudem teilweise zweigleisig ausgebaut werden, um die Kapazitäten zu erhöhen.

Ziel der vollständigen Elektrifizierung ist es, den Fernverkehr von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet zu beschleunigen. Doch die Fertigstellung verzögert sich nun bis 2032 – Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Die Bauarbeiten, die eigentlich in diesem Jahr beginnen sollten, werden frühestens 2028 starten.

Kritik an der ausbleibenden Finanzierung wird immer lauter: Die BSW-Fraktion wirft dem Bundesverkehrsministerium vor, Ostdeutschland zu vernachlässigen. Aus dem Ministerium hieß es, es stünden derzeit keine Haushaltsmittel für das Projekt zur Verfügung. Die Abgeordnete argumentieren, während Milliarden in die westdeutsche Infrastruktur flössen, müssten Thüringen und Sachsen trotz früherer politischer Zusagen mit Kürzungen leben.

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Die Verzögerung lässt die Mitteldeutschland-Anbindung bis mindestens 2028 in der Schwebe. Ohne zusätzliche Bundesmittel bleiben Elektrifizierung und Ausbau auf Eis – und mit ihnen die Aussicht auf schnellere Verbindungen für Jahre. Die Zukunft des Projekts hängt nun davon ab, ob die nötige finanzielle und politische Rückendeckung kommt.

Quelle