Müller stoppt China-Expansion und setzt auf Europa statt Shanghai
Claudius KeudelMüller stoppt China-Expansion und setzt auf Europa statt Shanghai
Der deutsche Einzelhändler Müller hat seine Pläne für die Eröffnung von Filialen in China vorerst auf Eis gelegt. Ursprünglich sollte der erste Standort bis Ende 2026 im Shanghaier Stadtteil Pudong eröffnet werden. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen nun auf die Expansion innerhalb Europas.
Müller hatte bei seinen China-Plänen bereits erhebliche Fortschritte erzielt: Ein Standort für die erste Filiale in Pudong war ausgewählt worden, und es hatten Gespräche mit den lokalen Behörden stattgefunden. Die ursprüngliche Strategie sah vor, innerhalb von fünf Jahren bis zu 500 Filialen im ganzen Land zu eröffnen.
Die Pläne wurden nun vorläufig gestoppt, eine spätere Investition in China schließt das Unternehmen jedoch nicht aus. Chu Tongzhou, der bei Müller für das China-Geschäft verantwortlich ist, hatte zuvor die Standortwahl bekannt gegeben.
Statt in China wird sich Müller künftig auf Europa fokussieren. Die Slowakei und Tschechien stehen dabei an erster Stelle für neue Filialen. Auch andere europäische Märkte werden auf mögliches Wachstum geprüft. Die Neuausrichtung bedeutet, dass sich Müller kurzfristig auf die Stärkung seiner Präsenz in Mittel- und Osteuropa konzentrieren wird. Zwar bleibt China eine langfristige Option, doch ein Zeitplan für die Wiederaufnahme der Pläne steht derzeit nicht fest. Die Expansionsstrategie des Unternehmens hat damit vorerst eine klare Richtungsänderung vollzogen.






