20 April 2026, 08:21

Niederberg Süd-Ost wird zum kreativen Zentrum – Stadt übernimmt 120.000 m² Zechenareal

Alte detaillierte Stadtkarte mit nummerierten Gebäuden, Straßen und Text, der eine vorgeschlagene Entwicklungsstelle am unteren Rand anzeigt.

Niederberg Süd-Ost wird zum kreativen Zentrum – Stadt übernimmt 120.000 m² Zechenareal

Die Stadt hat das Gelände Niederberg Süd-Ost vollständig in ihren Besitz übernommen – ein 120.000 Quadratmeter großes Areal, das einst zum ehemaligen Zechenkomplex Schacht 1/2/5 gehörte. Der im März 2023 abgeschlossene Kauf markiert einen entscheidenden Schritt bei der Umgestaltung des Geländes im Rahmen der langfristigen Stadtentwicklungspläne.

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Der Erwerb erfolgte nach einer Aufhebungsvereinbarung mit der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI) und sichert der Kommune die Kontrolle über den nördlichen Teil des Geländes. Zudem gehören der Stadt nun auch die verbleibenden Grünflächen und Straßen im nahegelegenen Wohngebiet Dicksche Heide.

Die Zukunft des Areals ist eng mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept verknüpft, das 2025 finalisiert und 2026 offiziell vom Stadtrat beschlossen wurde. Geplant ist die Umwandlung in ein kreatives Zentrum mit Unternehmen, lokalen Läden und Gastronomie.

Nicht alle historischen Bauwerke werden jedoch erhalten bleiben: Der nicht denkmalgeschützte Förderturm von Schacht 1 soll abgerissen werden, da die Sanierungskosten für einen einzigen Turm über eine Million Euro betragen würden. Da staatliche Fördermittel nur für einen Förderturm bereitstehen, sind die übrigen wirtschaftlich nicht tragbar. Die denkmalgeschützten Gebäude sollen verkauft werden, während die Fördertürme selbst im Besitz der Stadt bleiben.

Mit dem Gelände nun in öffentlicher Hand kann die Stadt ihre Vision der Neugestaltung vorantreiben. Das Projekt soll aus einer ehemaligen Industriebrache ein gemischt genutztes Viertel machen und dabei den Spagat zwischen Denkmalschutz und neuen wirtschaftlichen Chancen meistern. Die nächsten Schritte konzentrieren sich auf die Sicherung von Fördermitteln und die Finalisierung der detaillierten Pläne für das kreative Zentrum.

Quelle